Baden-Württemberg

Südwest-Metallarbeitgeber: Autoprämie hat «keinen Sinn mehr»

Stefan Wolf, Vorsitzender des Verbandes Südwestmetall
Stefan Wolf, Vorsitzender des Verbandes Südwestmetall. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © Marijan Murat

Stuttgart/Berlin (dpa) - Vor dem neuen «Autogipfel» haben die Metallarbeitgeber im wichtigen Autoland Baden-Württemberg ihre Forderung nach einer Kaufprämie für Fahrzeuge mit Verbrennermotor zurückgezogen. Die Bundesregierung habe sich anders entschieden, sagte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Stefan Wolf, am Dienstag im RBB-Inforadio. «Da jetzt nochmal nachzutreten, das macht keinen Sinn.»

Einen Mittelstandsfonds, wie ihn SPD, Grüne und IG Metall vorgeschlagen haben, lehnt Wolf allerdings ab. Es gebe andere Möglichkeiten, kleineren und mittleren Unternehmen zu helfen. «Wir haben die höchsten Arbeitskosten überhaupt und hier ist Entlastung angesagt», sagte Wolf.

Es gehe darum, die Transformation in der Industrie zu meistern. Bisherige Kenntnisse müssten durch neue ersetzt werden, sagte Wolf. Der Wandel von Verbrennungsmotoren auf Elektroantriebe allein sei gravierend. Die Branche werde sich dieser Herausforderung stellen, «aber es wird einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen geben», betonte der Arbeitgebervertreter. Allerdings würden auch neue Jobs entstehen.

Am Dienstagabend beraten Vertreter der Automobilindustrie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videokonferenz über die Zukunft der Branche. IG Metall, Grüne und SPD machen sich für einen staatlichen Beteiligungsfonds stark, der vor allem mittelständischen Zulieferern zu Hilfe kommen soll. Daneben werden auch immer wieder staatliche Kaufprämien diskutiert.