Baden-Württemberg

Südwesten: Lokführer-Gewerkschaft zufrieden mit Streikbeginn

Eine S-Bahn der Deutschen Bahn (DB)
Eine S-Bahn der Deutschen Bahn (DB) fährt an einem Bahnübergang mit einer roten Ampel vorbei. Foto: Julian Stratenschulte/dpa © Julian Stratenschulte

Stuttgart (dpa/lsw) - Nach dem Start des bundesweiten Streiks bei der Bahn zeigt sich die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zufrieden mit der Zahl der Beteiligten. «Der Streik ist sauber angelaufen», sagte Jens-Peter Lück, der stellvertretende Vorsitzende des GDL-Bezirks Süd-West, am Mittwochmorgen der dpa. «Es gibt kaum GDL-Mitglieder, die trotz des Streiks unterwegs sind.» Schon seit Dienstagabend bestreikt die GDL den Güterverkehr, seit Mittwochmorgen auch den Fernverkehr. Dort sind nach Bahn-Angaben nur rund 25 Prozent der Züge unterwegs. Im Regionalverkehr gebe es erhebliche Unterschiede.

Die Gewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder. «Zufrieden mit dem Streik sind wir erst, wenn wir so viel Druck aufgebaut haben, dass die Bahn am Verhandlungstisch ein vernünftiges Angebot macht», sagte Lück. Nicht bestreikt werden Konkurrenten der Deutschen Bahn. Am Dienstag hatte die Gewerkschaft angekündigt, den Fern- und Regionalverkehr ab Mittwoch, 2.00 Uhr, für 48 Stunden bundesweit zu bestreiken.

Die GDL verlangt unter anderem eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Die Bahn will die Erhöhung nach den Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken. Dahinter schwelt in der Belegschaft ein Streit zwischen GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG darum, wer letztlich die Tarifverträge mit dem Unternehmen maßgeblich aushandelt.

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