Baden-Württemberg

Südzucker leidet: Kostenanstieg und geringere Absatzmengen

Südzucker
Ein Logo des Zuckerherstellers Südzucker ist vor dem Firmengebäude an einer Litfaßsäule angebracht. Foto: Uwe Anspach/dpa © Uwe Anspach

Mannheim (dpa) - Südzucker hat zum Jahresauftakt einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Nahrungsmittel- und Zuckerproduzent begründete dies bei der Vorlage der endgültigen Zahlen am Donnerstag vor allem mit einem veränderten Konsumverhalten der Menschen im Verlauf der Corona-Pandemie sowie mit höheren Kosten. Während im Vorjahreszeitraum die Verbraucher Produkte wie Zucker oder auch Tiefkühlkost horteten, normalisierte sich das Kaufverhalten im Laufe der vergangenen Monate wieder, wie Südzucker in Mannheim mitteilte.

So verblieb unter dem Strich im ersten Quartal ein Gewinn von 15 Millionen Euro, ein Rückgang von gut 42 Prozent. Das operative Ergebnis nahm wie bereits bekannt um gut ein Fünftel auf 49 Millionen Euro ab, der Umsatz legte dagegen um 5 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro zu. Der Konzern hatte bereits Mitte Juni vorläufige Zahlen vorgelegt.

Vor allem der Ergebnisrückgang in den beiden umsatzstärksten Segmenten Zucker und Spezialitäten drückten das Konzernergebnis. Im Zuckergeschäft lag der operative Verlust mit 25 Millionen Euro deutlich über dem des Vorjahresquartals von minus 16 Millionen Euro. Grund waren zum einen gestiegene Produktionskosten. Zudem belasteten geringere Absatzmengen beim Einzelhandel: Dieser greift laut Südzucker noch auf die im vergangenen Jahr kräftig aufgefüllten Lagerbestände zurück.

Und auch im Bereich der Spezialitäten, zu dem beispielsweise Tiefkühlkost gehört, gab es insgesamt rückläufige Absatzmengen sowie gestiegene Rohstoffkosten. Hier sank das operative Ergebnis von 40 auf 34 Millionen Euro.

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