Baden-Württemberg

Sandhausen nach Pokal-K.o.: «Viel zu ängstlich agiert»

Amadou Haidara erzielt das 0:2 für Leipzig
Leipzigs Amadou Haidara schiesst das Tor zum 0:2. Foto: Uwe Anspach/dpa © Uwe Anspach

Sandhausen (dpa/lsw) - Diese Bilanz liest sich ernüchternd: Drei Pflichtspiele hat der SV Sandhausen bislang in dieser Saison absolviert, alle drei hat der Fußball-Zweitligist ohne eigenen Torerfolg verloren. Nach dem nächsten schwachen Auftritt beim 0:4 in der ersten Pokal-Runde gegen RB Leipzig machte Trainer Gerhard Kleppinger darum kein Geheimnis aus seinem Frust. «So kann man sich im Pokal, auch wenn es RB ist, nicht präsentieren», kritisierte der 63-Jährige seine Profis. «Im Verlauf des Spiels haben wir viel zu ängstlich agiert, haben nur reagiert.» Macht der SVS so weiter, droht ihm erneut ein langer Abstiegskampf in der 2. Liga.

Schon in der vergangenen Saison hatten die Kurpfälzer den Klassenverbleib erst spät und nur mit großer Mühe geschafft. Anschließend baute Sportchef Mikayil Kabaca den Kader radikal um, zwölf neue Spieler verpflichtete der 44-Jährige, etliche weitere verließen den Club. Doch der Umbau hakt. Vor dem richtungsweisenden Liga-Spiel am nächsten Samstag gegen den Karlsruher SC präsentiert sich der SVS längst nicht als Einheit auf dem Platz. «Was wir als erstes brauchen, ist eine andere Spielauffassung, eine andere Einstellung, eine andere Mentalität», forderte Kleppinger. Denn Gegenwehr hatte Leipzig nicht wirklich zu spüren bekommen.

Willi Orban (20. Minute), Amadou Haidara (45.), Christopher Nkunku (60.) und Dominik Szoboszlai (81.) erzielten vor 4067 Zuschauern die Tore für die klar besseren Gäste, deren Sieg nie in Gefahr geriet. «Leipzig war von Anfang an hochkonzentriert und hat nichts schleifen lassen», sagte Verteidiger Immanuel Höhn. «Wir müssen den Fokus jetzt auf die Liga legen und ganz konzentrierte Leistungen abrufen, um die ersten Punkte einzufahren.»

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