Mannheim

Sauerstoffgerät von Mitpatientin abgestellt: Frau gestorben

Intensivstation
Ein leeres Bett steht in der Intensivstation einer Klinik. © Jonas Güttler

Mannheim (dpa) - Eine 79 Jahre alte Frau, deren Sauerstoffgerät im Krankenhaus mutmaßlich von einer Mitpatientin einfach abgeschaltet worden war, ist inzwischen gestorben. Ob ihr Tod im Zusammenhang mit dem Vorfall Ende November in einer Mannheimer Klinik steht, ist laut Staatsanwaltschaft noch unklar. «Die diesbezüglichen Ermittlungen laufen», sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde am Mittwoch. Die Seniorin sei bereits am 17. Dezember verstorben. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet.

Die 72 Jahre alte Bettnachbarin der 79-Jährigen soll das Gerät abgestellt haben, weil sie sich von dem Geräusch gestört gefühlt hatte. Obwohl das Klinikpersonal sie darauf hinwies, dass die Sauerstoffzufuhr für die Patientin lebensnotwendig sei, stellte sie es bisherigen Ermittlungen zufolge kurz darauf erneut ab. Die 79-Jährige war danach wiederbelebt worden.

Die Verdächtige sitzt seitdem in Untersuchungshaft - weiterhin wegen versuchten Totschlags, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft weiter sagte. Falls es einen Zusammenhang zwischen der Abschaltung des Gerätes und dem Tod der alten Frau geben sollte, könne sich der Tatvorwurf noch auf Totschlag ändern.