Baden-Württemberg

Schadstoffbelastung der Luft geht weiter zurück

Feinstaubalarm
Autos fahren in der Innenstadt an einem Hinweisschild mit der Aufschrift «Feinstaubalarm» vorbei. Foto: Bernd Weissbrod/dpa/Archiv © Bernd Weissbrod

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid (NO2) in Baden-Württembergs Städten geht weiter zurück. Im ersten Halbjahr wurde der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft im Mittel noch in zwei Städten überschritten, wie das Verkehrsministerium am Freitag unter Verweis auf eine Zwischenbilanz der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) mitteilte. Im gesamten Vorjahr waren es vier Städte.

Über dem Wert lagen jetzt noch die Standorte Stuttgart-Pragstraße mit 43 Mikrogramm NO2 und Ludwigsburg-Schlossstraße mit 49. Der einstige Stuttgarter Schadstoff-Hotspot Neckartor kam in der Halbjahresbilanz auf 39 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft.

«Eine Einhaltung des Jahresgrenzwertes von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft scheint somit für die meisten Messstellen im Land in greifbare Nähe zu rücken», sagte LUBW-Vize Werner Altkofer. Ausschlaggebend ist einzig der Jahresmittelwert. Im Verlauf eines Jahres kann die Belastung schwanken. 2020 hätten sich bisher neben den zahlreichen Maßnahmen zur Luftverbesserung, darunter Diesel-Fahrverbote, auch der Verkehrsrückgang durch die Corona-Beschränkungen, die stetige Erneuerung der Kfz-Flotte sowie das Wetter günstig auf die Werte ausgewirkt, hieß es.