Baden-Württemberg

Schau russischer Impressionisten erneut ausgebremst

Ausstellung Impressionismus in Russland
Im Museum Frieder Burda werden Werke von Wladimir Burljuk gezeigt. Foto: Uli Deck/dpa © Uli Deck

Baden-Baden/Potsdam (dpa) - Eine hochkarätige Schau russischer Impressionisten ist nach Potsdam nun auch in Baden-Baden wegen Corona ausgebremst worden. An sich sollte ab Samstag im Museum Frieder Burda die Ausstellung «Impressionismus in Russland» gezeigt werden. Nun hofft das Museum auf die Zeit nach Ostern - wie viele andere Museen, die Präsentationen absagen oder verschieben mussten. Die finanziellen Einbußen sind immens. «Dafür gibt es keine Ausfallversicherung», sagt Direktor Henning Schaper. Die staatlichen Corona-Hilfen kommen an. «Sie decken aber keinesfalls die Verluste durch die Ausfälle der Nichtöffnung.»

Nach Angaben Schapers liegen die Corona-Ausfälle für das private Museum im «sechsstelligen Bereich». Im Herbst musste bereits die Ausstellung zum französischen Künstler Pierre Soulages nach zwei Wochen geschlossen werden. Nur 4000 Besucher konnten sie sehen; gerechnet hatte das Museum mit 45 000.

Farbenfrohe Landschaften, Babuschkas, Porträts und zarte Interieurs: Die Besonderheit des russischen Impressionismus mit Malern wie Natalja Gontscharowa, Michail Larionow, Kasimir Malewitsch, Konstantin Nicolas Tarkhoff, Stanislaw Shukowski, Valentin Serow, Ilja Repin, Igor Grabar oder Alexei von Jawlensky sollte das Oster-Highlight sein.

Nun wird die mit der Moskauer Tretjakow-Galerie und dem Museum Barberini Potsdam zusammengestellte Ausstellung kürzer in Baden-Baden sein; sie kann nicht über den 15. August hinaus verlängert werden. Im Anschluss soll sie wieder nach Potsdam gehen (28. August 2021 bis 9. Januar 2022). Dort war im vergangenen Herbst an sich die erste Station in Deutschland geplant. Doch als alle Bilder hingen, musste das Museum wegen Corona schließen. Kein Besucher sah bislang die verborgenen Schätze.

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