Baden-Württemberg

Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt auf 187,8

Corona-Test
Ein Abstrich wird in einem Labor auf das Coronavirus untersucht. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild © Oliver Berg

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist am Samstag auf 187,8 gestiegen. Am Freitag hatte sie bei 181,2 gelegen. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Wie aus dem Corona-Bericht des Landesgesundheitsamtes weiter hervorgeht, wurden binnen 24 Stunden 3123 weitere Corona-Infektionen gemeldet. Damit liegt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie bei 634.779. Es gab sechs weitere Todesfälle. Im Zusammenhang mit dem Virus sind damit nun 10.994 Menschen im Südwesten gestorben.

Zahl der Covid-Intensivpatienten weiter über der Schwelle von 250

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen im Südwesten kletterte am Samstag um 1 auf 259 - und lag damit zum zweiten Mal über der wichtigen 250er-Marke. Wird diese an zwei Werktagen hintereinander erreicht oder überschritten, gelten in Baden-Württemberg vom nächsten Tag an automatisch Einschränkungen für viele ungeimpfte Menschen. Dazu könnte es nun frühestens am kommenden Mittwoch kommen - und zwar dann, wenn auch am Dienstag die 250er-Marke überschritten wird. Der kommende Montag ist in Baden-Württemberg ein Feiertag.

Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz lag am Samstag bei 4,13. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Liegt sie an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen bei 8,0 oder darüber, ist das ebenfalls ein Kriterium für die Corona-Warnstufe.

Merkel äußert sich besorgt über Infektions- und Totenzahlen

Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft die Deutschen zu mehr Entschlossenheit im Kampf gegen das Coronavirus auf. Die aktuelle Entwicklung der Hospitalisierungswerte und der Todeszahlen "bereitet mir große Sorgen", sagt sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Sie sollte uns allen Sorgen bereiten." Derzeit mache sich "schon wieder eine gewisse Leichtfertigkeit breit". Es stimme sie sehr traurig, dass noch zwei bis drei Millionen Deutsche im Alter von über 60 Jahren nicht geimpft seien.