Silvester

Silvester wie früher? Baden-Württemberg in Böllerstimmung

Feuerwerksverkauf
Ein Mann nimmt Feuerwerkskörper aus einem Karton. © Marijan Murat

Stuttgart (dpa/lsw) - Zum Jahresausklang erwartet die Menschen in Baden-Württemberg ein nahezu frühlingshafter Tag und eine Silvesternacht wie früher: Nach zwei Jahren ohne Böller und Feuerwerk wegen der Corona-Pandemie wollen viele Menschen den Jahreswechsel 2022/2023 wieder ausgiebig und auf gewohnte Weise zelebrieren. Auf die ohnehin schon ausgelasteten Krankenhäuser im Land könnten also zusätzlich Verletzte zukommen, weil Feuerwerkskörper nicht so zünden wie sie sollen - oder weil mit ihnen falsch umgegangen wird.

Feuerwerk darf in Baden-Württemberg in der Regel nur am 31. Dezember und am 1. Januar benutzt werden. In manchen Kommunen gibt es engere zeitliche Einschränkungen oder auch örtliche Verbotszonen, etwa um alte Fachwerkhäuser vor Bränden zu bewahren. Außerdem ist das Knallen von Böllern und Abschießen von Raketen bei Kinder- und Altenheimen, Krankenhäusern und Kirchen aus Lärmschutzgründen untersagt.

Gemahnt wird auch, Rücksicht auf Tiere mit feinem Gehör zu nehmen - für sie ist der Krach purer Stress. Verbunden ist die Debatte um funkelndes Feuerwerk darüber hinaus mit Fragen von Feinstaub und Umweltverschmutzung sowie Bergen von Müll, die zurückbleiben.

Nichtsdestotrotz wollen sich viele das Feiern nach der coronabedingten Zwangspause nicht nehmen lassen. In der Stuttgarter Innenstadt etwa ist eine große Party auf dem Schlossplatz geplant, an der bis zu 20 000 Menschen teilnehmen können.

Im Tagesverlauf könnten bei manchen zudem Frühlingsgefühle ausbrechen: Der Deutsche Wetterdienst sagte für Silvester rekordverdächtig hohe Temperaturen voraus. So sei mit milden 14 Grad in Oberschwaben und bis zu 22 Grad am Fuße des Schwarzwalds zu rechnen. Hinzu komme allerdings kräftiger Wind.