Baden-Württemberg

Sozialministerium fördert Projekte gegen Kinderarmut

Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (Grüne)
Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (Grüne). Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © Marijan Murat

Stuttgart (dpa/lsw) - Das Sozialministerium will Kinderarmut im Südwesten stärker bekämpfen und fördert Präventionsnetzwerke. Neun Projekte in diesen Netzwerken werden innerhalb von zwei Jahren mit Geld in Höhe von 623 000 Euro unterstützt. Die Projekte sollen jungen Menschen in verschiedenen Lebensbereichen unter die Arme greifen. Laut Sozialminister Manne Lucha (Grüne) brauche es neben Elternhaus und Schule weitere Anstrengungen, um in Armut lebende Kinder und Jugendliche zu unterstützen. «Wir haben es tatsächlich geschaffen getreu nach dem afrikanischen Sprichwort: Es bedarf eines ganzen Dorfes ein Kind zu erziehen», sagte Lucha am Mittwoch im Landtag.

Unter anderem wird Familien in den Projekten gezeigt, wie man mit wenig Geld gesunde Gerichte zubereiten kann. Oder Kinder werden nach der Schule betreut und ihnen werden Freizeitaktivitäten angeboten. In Baden-Württemberg ist nach Angaben des Ministers Lucha jedes fünfte Kind von Armut gefährdet. Durch Schulen, Kitas und Vereine ist das Bundesland vielfältiger gegen Kinderarmut aufgestellt, als es die Förderprogramme des Sozialministers vermuten ließen, kritisierte SPD-Abgeordneter Daniel Born.