Baden-Württemberg

Spahn: Plane keinen Familienbesuch zu Ostern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild © Kay Nietfeld

Berlin/Böblingen (dpa/lsw) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen dieses Jahr auf Osterfeierlichkeiten in der Familie verzichten zu wollen. «Der Familienbesuch fällt auch bei mir dieses Jahr aus, beziehungsweise findet digital statt», sagte der CDU-Politiker am Dienstag bei einer Online-Schalte mit Journalisten, in der es vorrangig um das Testmodell im Kreis Böblingen ging. Spahn rief die Menschen auf, über Ostern alle Kontakte «soweit es geht» herunterzufahren - «so schwer es auch fällt».

Spahn lobte ausgeklügelte Corona-Testmodelle etwa in Böblingen, Tübingen oder Rostock. Dort seien jeweils Infrastrukturen entstanden, die umfangreiche Corona-Tests möglich machten. Die Tests könnten helfen, Öffnungsschritte etwa mit Blick auf die Außengastronomie oder Theaterbesuche abzusichern. Durch Tests alleine sei die aktuelle Corona-Infektionswelle allerdings nicht zu besiegen - hier sei vor allem eine Minimierung der persönlichen Kontakte wichtig.

Böblingen hatte Anfang Februar ein flächendeckendes Schnelltestangebot im Landkreis eingeführt. Angeboten werden mindestens zwei gratis Schnelltests pro Woche pro Kopf in fünf Testzentren und zahlreichen angehängten Stellen sowie kurze Wartezeiten und ein schnelles digital übermitteltes Ergebnis. Inzwischen haben die Menschen auch in anderen Teilen Deutschlands die Möglichkeit, sich zumindest einmal pro Woche gratis auf das Coronavirus testen zu lassen.

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