Migration

Städtetag: Integrationsmanagement im Gesetz verankern

Kriegsflüchtlinge
Ein ukrainischer Reisepass. © Jens Büttner

Stuttgart (dpa/lsw) - Der Städtetag fordert, das Integrationsmanagement von Flüchtlingen gesetzlich in Baden-Württemberg zu verankern. Eine gesetzliche Verstetigung des Förderprogramms erlaube es den Städten und Gemeinden, Personal langfristig zu binden und die Qualität der bisher befristeten Beschäftigungsverhältnisse zu verbessern, teilte der Verband am Freitag in Stuttgart mit. Seit dem Jahr 2017 gibt es im Land den Pakt für Integration. Ein Kernelement sind dabei die Integrationsmanager, die den Geflüchteten helfen, sich in den Alltag einzugliedern und sich dort zurechtzufinden.

«Die Integrationsarbeit gelingt am besten direkt vor Ort in den Städten und Gemeinden», sagte Gudrun Heute-Bluhm, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags. Die meiste Zeit verbringen Migranten nach Erstaufnahme und vorläufiger Unterbringung in der städtischen Anschlussunterbringung, wie der Verband weiter mitteilte. Eine schnelle und erfolgreiche Integration berge ein enormes Potenzial für die Stadtgesellschaft und sei gleichermaßen mit erheblichen Herausforderungen verbunden.

Ein Sprecher des Sozialministeriums sagte: «Das Integrationsmanagement in Baden-Württemberg ist ein einzigartiges Erfolgsprojekt und seit nunmehr sechs Jahren zentraler, nicht mehr wegzudenkender Baustein der Integrationsarbeit überall im Land.» Es habe wesentlich zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts beigetragen. Gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Kriegsgeschehens in der Ukraine und den massiven Fluchtbewegungen, auch nach Baden-Württemberg werde das Thema Integration weiter ganz oben auf der politischen Agenda bleiben. «Was die weitere Finanzierung angeht, so ist diese derzeit Gegenstand der laufenden Haushaltsverhandlungen.»