Baden-Württemberg

Stillschweigen nach grün-schwarzer Sondierung: CDU zugewandt

Nicole Razavi (CDU, l-r), Wolfgang Reinhart und Thomas Strobl
Nicole Razavi (CDU, l-r), Abgeordnete im Landtag von Baden-Württemberg, Wolfgang Reinhart, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, Thomas Strobl, Innenminister von Baden-Württemberg und Vorsitzender der CDU Baden-Württemberg, gehen von den Sondierungsgesprächen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa © Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa/lsw) - Nach dem ersten Sondierungsgespräch zwischen Grünen und CDU haben die bisherigen Koalitionspartner strenges Stillschweigen vereinbart. Die Verhandlungsgruppe um CDU-Landeschef und Innenminister Thomas Strobl verließ am Mittwochmittag nach eineinhalb Stunden ohne Kommentar das Haus der Architekten in Stuttgart. In Verhandlungskreisen hieß es, wie erwartet sei die Union nach ihrer schweren Niederlage bei der Landtagswahl am Sonntag sehr zugewandt gewesen. Vor allem Strobl habe herausgestrichen, dass mit ihm eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich sei.

Strobl galt in den vergangenen fünf Jahren als Vertrauter von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Die CDU will unbedingt verhindern, dass die Grünen eine Ampel mit SPD und FDP bilden. Kretschmann nannte das Gespräch mit der CDU im Anschluss «gut», sagte aber auch nicht mehr.

An diesem Nachmittag wollen die Grünen mit der SPD die Chancen für eine Ampel mit der FDP ausloten. Anschließend ist das Gespräch mit den Liberalen geplant. Sozialdemokraten und FDP sehen die CDU als abgewählt an und streben in die Regierung. «Wir freuen uns auf die guten Gespräche», sagte SPD-Chef Andreas Stoch. Es gebe keinen Grund, aufgeregt zu sein.

Die Sondierungen sollen voraussichtlich in der kommenden Woche weitergehen.

© dpa-infocom, dpa:210317-99-861432/2