Baden-Württemberg

Streik von Lokführergewerkschaft trifft Südwest-Pendler

Deutsche Bahn - Streik
Das Wort „Entschuldigung“ steht auf einer digitalen Anzeigetafel an einem Bahnsteig. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © Sebastian Kahnert

Stuttgart (dpa/lsw) - Pendler und Urlauber im Südwesten müssen wieder besondere Geduld zeigen und sich in den kommenden Tagen auf zahlreiche Zugausfälle und -verpätungen einstellen. Das geht aus aktuellen Fahrplaninformationen der Deutschen Bahn (DB) für Baden-Württemberg hervor. Die Lokführergewerkschaft GDL hatte im Personenverkehr der DB zu einem fünftägigen Streik aufgerufen, der am Donnerstag bundesweit beginnen soll.

Die Bahn will im Fernverkehr etwa ein Viertel des üblichen Angebots aufrecht erhalten, im Regionalverkehr im Durchschnitt etwa 40 Prozent. Bei dem dritten Streik innerhalb weniger Wochen sollen S-Bahn-Linien im Stuttgarter Großraum im Stundentakt fahren.

Regionale Schwerpunkte des Ausstands sollen wieder Ballungsräume wie Stuttgart, Karlsruhe oder Mannheim sein, sagte Jens-Peter Lück, der Vizevorsitzende des GDL-Bezirks Süd-West, der Deutschen Presse-Agentur. «Die Streikbereitschaft hat noch zugenommen», fügte er hinzu. Die Gewerkschaft verzeichne im laufenden Tarifkonflikt einen Zuwachs an Mitgliedern.

Zwischen DB und der GDL ist bisher keine Annäherung zu erkennen. Die Bahn will zwar die Löhne und Gehälter wie von der GDL gefordert um 3,2 Prozent erhöhen. Umstritten ist jedoch, zu welchen Zeitpunkten die einzelnen Stufen greifen sollen und wie lange der neue Tarifvertrag gelten soll. Zur Diskussion stehen auch eine Corona-Prämie und eine neue Struktur der Altersversorgung.

© dpa-infocom, dpa:210901-99-53124/2