Telekommunikation

Strobl fordert mehr Geld für Cyberabwehr

Thomas Strobl (CDU)
Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg. © Bernd Weißbrod

Heilbronn (dpa/lsw) - Nach Ansicht von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) muss das Land bei der Cyberabwehr «klotzen und nicht kleckern». Er forderte wegen der zunehmenden Gefahr von Cyberattacken mehr finanzielle Mittel. «Ein hohes Maß an Cybersicherheit wird uns auch etwas kosten. Deswegen werden weitere Anstrengungen, weitere Investitionen in die Cybersicherheit notwendig sein», sagte Strobl der «Heilbronner Stimme» und dem «Südkurier» (Samstag). Bei den anstehenden Verhandlungen über den Doppelhaushalt 2023/2024 müsse sich die grün-schwarze Landesregierung intensiv mit dem Thema beschäftigen.

Der Krieg in der Ukraine werde auch über das Netz geführt, so Strobl weiter. «Cyberangriffe, Propaganda und Desinformation sind Teil dieses Krieges. Uns liegen konkrete Hinweise vor, dass Hackerangriffe unmittelbar bevorstehen könnten, die uns auch empfindlich treffen.» Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sei die Welt eine andere - auch im Netz. Während in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr die Zahl der Straftaten insgesamt rückläufig war, gab es bei der Cyberkriminalität erneut einen Anstieg - von 2020 auf 2021 um rund fünf Prozent auf knapp 11.000 Fälle. Seit 2017 ist die Zahl der Delikte im Land damit um mehr als 50 Prozent gestiegen.