Baden-Württemberg

Strobl gegen Sonntagsöffnungen im Einzelhandel

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl
Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl lehnt den neuen Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) für mehr Sonntagsöffnungen im Einzelhandel ab. «Corona ist eine gigantische Herausforderung und die Lage im Einzelhandel ist sehr ernst - aber mit den verkaufsoffenen Sonntagen liegt Herr Altmaier falsch», sagte Strobl den «Stuttgarter Nachrichten» und der «Stuttgarter Zeitung» (Freitag) zu der Ankündigung seines Parteikollegen, das Thema erneut anzugehen.

Die Sonntagsöffnung verschaffe dem Handel keine Luft, sondern nehme diesem die Reserve, sagte Strobl. Das Problem seien nicht die Öffnungszeiten, sondern die fehlenden Kunden. Es sei «falsch, mit Corona als Vorwand den Sonntag zu schleifen», sagte Strobl und verwies auch auf die besondere Bedeutung des Sonntags für Christen.

Der baden-württembergische Handel fordert angesichts der Corona-Schäden für die Geschäfte seit Monaten, in diesem Jahr ausnahmsweise drei zusätzliche verkaufsoffene Sonntage zu erlauben - und diese nicht an spezielle Anlässe wie etwa Stadtfeste zu binden, wie es das Gesetz eigentlich vorsieht. Die Gewerkschaften sind dagegen.