Baden-Württemberg

Teamviewer legt weiter zu und hebt Wachstumsprognose leicht

Software-Hersteller TeamViewer
Das Logo des Software-Herstellers Teamviewer ist am Hauptsitz angebracht. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © Sebastian Gollnow

Göppingen (dpa/lsw) - Der Softwareanbieter Teamviewer sieht sich nach dem dritten Quartal in seinen Wachstumszielen bekräftigt und legt beim Jahresausblick ein Schippchen drauf. Zwar wuchs das Unternehmen bei den in Rechnung gestellten Umsätzen deutlich langsamer als im ersten Halbjahr, als der Home-Office-Boom in der ersten Corona-Welle die Geschäfte mit Software zur Fernwartung und Videokonferenzen in die Höhe trieb. Teamviewer verzeichnete bei diesen Billings (abgeleitet vom Wort bill - zu deutsch: Rechnung) in den Monaten Juli bis September aber immer noch ein Plus von 29 Prozent auf 106,4 Millionen Euro. Ohne den dämpfenden Einfluss des stärkeren Euro wäre es ein Anstieg von 34 Prozent gewesen.

«Das dritte Quartal halten wir für ein außerordentlich gutes Quartal, es hat deutlich gezeigt, wie stark wir unter einigermaßen normalen Bedingungen mit mehr als 30 Prozent wachsen», sagte Teamviewer-Chef Oliver Steil am Dienstag.

Der Vorstandschef geht nun im Gesamtjahr von 450 bis 455 Millionen Euro bei den Billings aus, bisher waren nur rund 450 Millionen angepeilt. «Die Prognose heben wir nicht wegen neuer Corona-Beschränkungen, sondern weil die strukturellen Grundlagen unseres Geschäfts stimmen», sagte Steil. Die Aktie des MDax-Konzerns legte nach dem deutlichen Kursrutsch vom Wochenbeginn am Dienstag nach Handelsbeginn nun um 1,3 Prozent auf 35,90 Euro zu.

Dazu trug auch bei, dass der ehemalige Eigentümer, der Finanzinvestor Permira, nach dem Börsengang im September 2019 nach und nach weitere große Aktienpakete verkauft und damit den guten Lauf der Papiere nutzt. Derzeit hält Permira noch rund 28 Prozent der Aktien. Insgesamt ist Teamviewer an der Börse aktuell rund 7,2 Milliarden Euro wert.