Baden-Württemberg

Testen, Registrieren, Einchecken: Neues Semester mit Präsenz an Hochschulen

Mehr Präsenz in den Hochschulen
Beim Campustag haben sich die Studienanfänger im Audimax der Universität eingefunden. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © Bernd Wüstneck

Stuttgart (dpa/lsw) - Check-In mit dem Studierendenausweis, Ampeln vor den Toiletten und 3G-Kontrollen in den Vorlesungen: Mit Hygienekonzepten wollen die Hochschulen in Baden-Württemberg wieder ein Semester in Präsenz ermöglichen. «Es ist zwar noch kein Zurück zur alten Normalität, aber wieder ein gemeinsames Hochschulleben mit Begegnung und Austausch, neue Menschen kennenlernen - all das, was das Studium eben ausmacht», sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) zum Vorlesungsbeginn am Montag in Stuttgart.

An den neun Landesuniversitäten sollen nach Angaben des Ministeriums deutlich mehr als 50 Prozent der Veranstaltungen an den Campus stattfinden. Einige Hochschulen für Angewandte Wissenschaften bieten demnach sogar bis zu 95 Prozent in Präsenz an.

In vielen Studiengängen werde aber nur ein Bruchteil der Lehre vor Ort verwirklicht, kritisierte die Studierendenvertretung. «Für mich ist es ein erneutes Onlinesemester», erklärte Lehramtsstudentin Isabelle Faißt von der Universität Stuttgart. Wegen ein oder zwei Präsenzvorlesungen pro Woche ein Zimmer auf einem umkämpften Wohnungsmarkt zu mieten, lohne sich für viele nicht.

In die Veranstaltungen dürfen nur genesene, geimpfte oder getestete Studierende. Wer den Mindestabstand nicht einhalten kann, muss in den Innenräumen eine Maske tragen. Die Einhaltung der Regelungen kontrollieren externe Dienstleister stichprobenartig. Die Hochschulen setzen aber auch auf technische Lösungen: An den Toiletten der Uni Stuttgart informieren beispielsweise Ampeln, wie viele Personen sich bereits im Raum befinden. In die Hörsäle können sich die Studierenden dort mit ihrem Ausweis selbstständig und digital einchecken.

Wer gegen die Vorgaben verstößt, kann verwiesen werden - das gilt unter anderem an der Hochschule für Technik Stuttgart, an der Hochschule Karlsruhe und der Universität Heidelberg.

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