Baden-Württemberg

Trotz Torflaute: Grifo wieder für Squadra Azzurra nominiert

Vincenzo Grifo
Vincenzo Grifo in Aktion. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © Tom Weller

Freiburg (dpa/lsw) - In der kommenden Woche kann Vincenzo Grifo wieder seinen Traum leben. Der 27-Jährige wurde vom italienischen Nationaltrainer erneut zu den Länderspielen eingeladen - und der SC Freiburg lässt ihn auch reisen, da er ihm die Chance auf die Fußball-Europameisterschaft im Sommer nicht verbauen möchte.

Vorher ist Grifo allerdings noch im Heimspiel gegen den FC Augsburg am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) gefordert, in dem SC-Trainer Christian Streich wieder eine andere Leistung von ihm und seiner Mannschaft sehen will. «Ich bin sehr zufrieden mit Vince, aber wie andere war er in Mainz nicht an seinem Maximum», sagte Streich, der seinen langjährigen Spieler trotzdem nicht kritisieren wollte. «Es läuft nicht immer gleich gut.»

In der Rückrunde ist Grifo nicht mehr so torgefährlich wie zuvor. Seine bislang sieben Treffer, mit denen er zusammen mit Nils Petersen die SC-Torschützenliste anführt, hat er - genau wie sein Sturmkollege - alle in der Hinrunde erzielt. Das ist einer der Gründe, warum die Freiburger zuletzt so selten erfolgreich waren. In vier der vergangenen fünf Spiele bleiben sie torlos, zuletzt beim 0:1 in Mainz.

Einige seien «nicht immer mit absolutem Fokus und Form auf dem Platz» gewesen, erklärte Streich am Freitag. «Wir müssen darum kämpfen, dass wir wieder Stabilität kriegen und auch Ballsicherheit». Nur dann werde sich das Team auch wieder mehr Torchancen herausspielen. Dabei hat der Sport-Club angesichts von 34 Punkten das ursprüngliche Saisonziel Klassenerhalt bereits so gut wie erreicht. Dennoch gibt sich Streich nicht zufrieden.

«Wir haben interne Ziele, die sind ambitioniert, wir wollen wieder eine gute Saison spielen», sagte der SC-Coach, ohne konkret zu werden und beispielsweise die internationalen Plätze zu nennen, die noch immer in Reichweite sind. Zunächst müsse der Fußball wieder besser werden, betonte Streich: «Wir müssen uns strecken, weil ein extrem unangenehmer Gegner auf uns zukommt. Wenn wir gegen Augsburg gewinnen, haben wir eine super Perspektive.»

Mit einem Heimsieg würde Streich entspannter in die Länderspielpause gehen. Er würde es dann wahrscheinlich auch besser verkraften, dass er auf einige Nationalspieler im Training verzichten muss, die er angesichts der Corona-Pandemie ohnehin nur mit Bauchgrimmen ziehen lässt. Vielleicht hofft er aber auch darauf, dass sie mit gestärktem Selbstvertrauen zurückkommen. So wie Grifo im November 2020, als er seine ersten beiden Tore für Italien geschossen hat - und danach «im siebten Himmel geschwebt» ist.

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