Naturschutz

Umweltministerium startet «Feuerwehr-Programm» für Amphibien

Tierwelt
Eine Erdkröte sitzt bei Sonnenschein im Moor. © Jonas Walzberg

Stuttgart (dpa/lsw) - Das Umweltministerium startet mit den baden-württembergischen Naturschutzverbänden BUND und Nabu sowie dem Amphibien-Reptilien-Biotopschutz ein «Feuerwehr-Programm» zum Schutz von Amphibien. «Unseren Amphibien im Land geht es dramatisch schlecht. Ihr Bestand ist in den vergangenen Jahrzehnten massiv geschrumpft und auch ursprünglich häufige Arten wie die Erdkröte oder der Grasfrosch werden immer seltener», sagte Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart.

Mit dem neuen Programm sollen laut Walker 220 Gewässer im Land saniert werden. Die Ursachen für den Rückgang der Amphibien seien bekannt. «Unseren Lurchen, Fröschen und Kröten fehlt die Nahrung; ihre Laich-, Sommer- und Winterquartiere sind zerschnitten. Zudem setzen ihnen die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft sowie der zunehmende Straßenverkehr bedrohlich zu.» Aber auch der schlechte Zustand vieler Laichgewässer und seit einiger Zeit verstärkt der Klimawandel trage zu ihrem Rückgang bei.