Baden-Württemberg

Umweltschützer fordern respektvollen Umgang mit der Natur

Eine zerbrochene Bierflasche liegt neben einem Wanderweg
Eine zerbrochene Bierflasche liegt neben einem Wanderweg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild © Karl-Josef Hildenbrand

Stuttgart (dpa/lsw) - Umweltschützer im Südwesten rufen angesichts der bevorstehenden Herbstferien zu einem respektvollen Umgang mit der Natur auf. Durch die Corona-Pandemie habe die Bevölkerung die heimische Natur wiederentdeckt, was per se zwar sehr erfreulich sei, sagte der Leiter der Umweltakademie Baden-Württemberg, Claus-Peter Hutter, in einer Mitteilung vom Montag. «Es gibt jedoch auch die Kehrseite der Medaille.»

Der zunehmende Besucherdruck kann den Angaben nach in hochsensiblen Schutzgebieten zu erheblichen Problemen führen. «Auf der Suche nach immer neueren Naturevents und Abenteuern werden ausgewiesene Wege verlassen, Schutzgebiete missachtet, Ruhezonen gestört, Wiesen und Felder zertrampelt und Müll hinterlassen», hieß es weiter.

Der Umweltakademie zufolge stellen insbesondere Apps ein Problem dar, mit denen sich viele Menschen durch die Natur navigieren lassen. Selbst an abgelegenen Orten seien in den vergangenen Monaten überaus viele Menschen gleichzeitig anzutreffen gewesen, weil diese in den Apps als «Naturhighlight» gekennzeichnet worden seien. Daraus ergeben sich laut Hutter aber immense Probleme. Werde etwa eine Orchideenwiese oder ein Salamander-Vorkommen von vielen Menschen aufgesucht, seien massive Störungen vorprogrammiert.