Baden-Württemberg

Unbeantwortete Corona-Fragen: Handwerkstag fassungslos

Rainer Reichhold
Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages. Foto: Simon Sachseder/dpa/Archivbild © Simon Sachseder

Stuttgart (dpa/lsw) - Der Baden-Württembergische Handwerkstag zeigt sich erschüttert, dass die Umsetzung der neuesten Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern im Südwesten weiter teils unklar ist. «Dass die Landesregierung heute nicht in der Lage ist zu erklären, was die Beschlüsse konkret für das Land und seine Unternehmen bedeuten, macht uns fassungslos», teilte Handwerkstagspräsident Rainer Reichhold am Dienstag mit. Als Beispiel nannte er den zum Ruhetag erklärten 1. April. «Hier wird ein Arbeitstag kurzerhand zum Feiertag erklärt, ohne zu sagen, wie das Ganze umgesetzt werden soll.» Und weiter: «Umgehend für Klarheit sorgen, handeln statt nur verordnen - dazu mehr impfen und schnell mehr testen: Das sind die Hausaufgaben, die die öffentliche Hand jetzt endlich erledigen muss.»

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte zuvor in Stuttgart gesagt, die genauen Bedingungen des fünftägigen verschärften Oster-Lockdowns seien noch unklar, etwa welche Geschäfte am Gründonnerstag und am Karsamstag geschlossen bleiben müssen. Auch blieb zunächst offen, ob Kreise in Baden-Württemberg weiter selbstständig über Lockerungen und Schließungen je nach Inzidenzen entscheiden können oder ob es eine landesweite Regelung gibt.

Kretschmann bat um «Nachsicht», dass die genaue Umsetzung der Beschlüsse im Land noch geprüft werden müsse. In der Sondersitzung des Landtags an diesem Mittwoch wolle er klare Ansagen machen, kündigte er an.

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