Baden-Württemberg

Urteil nach Messerattacke in Jobcenter verzögert sich

Statue der Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © David-Wolfgang Ebener

Rottweil (dpa/lsw) - Das Urteil im Prozess um den Messerangriff im Jobcenter Rottweil verzögert sich. Der Grund: In dem psychiatrischen Zentrum, in dem der Angeklagte untergebracht ist, gibt es einen Corona-Verdachtsfall, wie das Landgericht Rottweil am Montag mitteilte. Eine Ausgangssperre wurde angeordnet. Eigentlich sollte das Urteil an diesem Donnerstag verkündet werden. Nun wurden weitere Verhandlungstermine bis Mitte September angekündigt.

Der 58 Jahre alte Mann soll im Januar mit einem Messer auf eine Mitarbeiterin des Jobcenters in Rottweil losgegangen sein und sie lebensbedrohlich verletzt haben. Vor Gericht steht er wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung: Aus Sicht der Staatsanwaltschaft war die Attacke heimtückisch, auch habe der Mann dabei den Tod der Frau in Kauf genommen. Zuvor hatte er die Tat zudem im Internet angekündigt. Vor Gericht ist die Schuldfähigkeit des Angeklagten Thema. Der Mann leide an einer wahnhaften Störung und möglicherweise an einer paranoiden Schizophrenie, hieß es.