Baden-Württemberg

Vater getötet: Landgericht Mannheim verurteilt Sohn zu über sieben Jahre Haft

Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild © Christoph Soeder

Mannheim (dpa/lsw) - Im Prozess um einen tödlichen Angriff mit einer Pfanne hat das Landgericht Mannheim einen Mann wegen Totschlags zu der Freiheitsstrafe von 7 Jahren und 10 Monaten verurteilt. Zudem wurde die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt angeordnet worden. Die Kammer ging dabei über die Forderung der Staatsanwaltschaft von sechseinhalb Jahre Haft wegen Totschlags mit einer Pfanne hinaus. Die Verteidigung hatte keinen bezifferten Antrag gestellt (Az.: Ks 300 Js 1270/21).

Der Mann hatte zum Auftakt der Verhandlung die Verantwortung für den Tod seines Vaters übernommen. Er erinnere sich zwar nur bruchstückhaft an das Geschehen, wolle seine Täterschaft aber nicht in Abrede stellen, hatte er über seinen Rechtsanwalt mitteilen lassen.

Der zur Tatzeit 36-Jährige hat laut Anklage im Januar in Hockenheim seinen 59 Jahre alten Vater mit bedingtem Tötungsvorsatz umgebracht. Polizeibeamte hatten ihn zuvor am 14. Januar betrunken aufgegriffen und zu seinem Schutz in die Wohnung seines Vaters in Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) gebracht.

Dort kam es am nächsten Tag zum Streit. Laut Anklage schlug der erneut betrunkene Sohn seinem Vater sechs Mal die Pfanne auf den Kopf. Ein vom Sohn herbeigerufener Notarzt konnte den schwer verletzten Mann nicht mehr retten.

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