Baden-Württemberg

Verdi ruft erneut zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf

«Warnstreik!» steht auf einem Schild
«Warnstreik!» steht auf einem Schild. Foto: Friso Gentsch/dpa © Friso Gentsch

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Gewerkschaft Verdi hat am Mittwoch ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst fortgesetzt. Insgesamt beteiligten sich rund 1600 Menschen, wie ein Sprecher in Stuttgart mitteilte. Betroffen waren unter anderem Kliniken, Kindertagesstätten oder auch die allgemeine Verwaltung im Raum Reutlingen, in Crailsheim und Heidenheim. Proteste mit kurzfristigen Arbeitsniederlegungen gab es auch im Rems-Murr-Kreis. Am Donnerstag weitet die Gewerkschaft die Proteste aus. Dann sollen Busse und Bahnen in Stuttgart, Heilbronn, Baden-Baden und Karlsruhe den ganzen Tag im Depot bleiben.

Die Proteste im Nahverkehr stehen für eine eigene Tarifrunde, die parallel läuft. Dort will die Gewerkschaft bundesweite Verhandlungen über einen einheitlichen Tarifvertrag für die rund 87 000 Beschäftigten im ÖPNV durchsetzen. Derzeit werden in den 16 Bundesländern jeweils eigene Tarifverträge mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden ausgehandelt.

Insgesamt erwartet Verdi mehrere Tausend Teilnehmer bei den Warnstreiks im Nahverkehr und der Verwaltung am Donnerstag. Verdi fordert für die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat. Die Arbeitgeber haben bislang noch kein Angebot vorgelegt.