Baden-Württemberg

Verdi will noch im August Tarifgespräche im Nahverkehr

Warnweste mit der Aufschrift «ver.di»
Ein Demonstrant hat eine Warnweste mit der Aufschrift «ver.di» an. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © Tom Weller

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Gewerkschaft Verdi fordert rasch die Aufnahme von Tarifgesprächen für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr. «In der Krise haben wir alle erlebt, wie wertvoll ein funktionierender ÖPNV ist», sagte Verdi-Verhandlungsführer Andreas Schackert am Donnerstag in Stuttgart. Nur wenn attraktive Arbeitsbedingungen herrschten, gebe es genug Personal, um die Herausforderungen der Mobilität zu stemmen. Die Gewerkschaft strebt die erste Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) bis Mitte August an.

Der Arbeitgeberverband war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen. Betroffen von den Tarifgesprächen sind rund 8600 Beschäftigte bei acht kommunalen Unternehmen in neun Städten im Land, wie die Gewerkschaft weiter mitteilte. Sie verlangt unter anderem kürzere Arbeitszeiten, deutlich bessere Überstundenregelungen sowie die Anhebung von Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Verdi geht bundesweit koordiniert vor. Die Gewerkschaft hatte deshalb alle 16 Manteltarifverträge in den Ländern gekündigt. Die wöchentliche Arbeitszeit für die Beschäftigten im Südwesten beträgt 39 Stunden. Die Friedenspflicht endete am 30. Juni.