Baden-Württemberg

Verhandlungen über Metall-Tarife im Südwesten fortgesetzt

Warnstreik der IG Metall
"Warnstreik - unser Gutes Recht" steht auf einem Banner. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa © Matthias Bein

Stuttgart (dpa/lsw) - Begleitet von weiteren Warnstreiks haben Arbeitgeber und Gewerkschaft die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg fortgesetzt. Beide Seiten betonten zum Auftakt der vierten Verhandlungsrunde am Dienstag zwar die Hoffnung, nach bisher ergebnislosen Gesprächen nun allmählich Fortschritte erzielen zu können. Zugleich verteidigten sowohl IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger als auch Südwestmetall-Chef Wilfried Porth abermals ihre Standpunkte.

«Wir erwarten von der Arbeitgeberseite heute deutliche Signale», sagte Zitzelsberger - zu den Gewerkschafts-Forderungen einerseits und zu den von Südwestmetall selbst vorgelegten Forderungen andererseits. Dort seien einige rote Linien bereits deutlich überschritten worden, kritisierte er. Porth wiederum verwies auf eine enorme Belastung der Branche durch die Transformation, die Digitalisierung und die Corona-Krise. «Das sind alles Themen, die mit Sicherheit keinen Spielraum für zusätzliche Kosten und Geschenke lassen», sagte er.

Die IG Metall fordert unter anderem vier Prozent mehr Geld - entweder in Form von Lohnsteigerungen oder als zumindest partiellen Ausgleich, wenn ein Betrieb in der Krise die Arbeitszeit reduziert. Der Arbeitgeberverband Südwestmetall lehnt das ab und fordert stattdessen, tarifliche Sonderleistungen zu kürzen. Das wiederum will die Gewerkschaft nicht mitmachen.

Parallel zu den laufenden Verhandlungen hatte die IG Metall erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Im Mercedes-Benz-Werk in Untertürkheim legten nach Gewerkschaftsangaben bis zum Vormittag rund 9000 Beschäftigte zeitweise die Arbeit nieder.

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