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Viele Unwettereinsätze im Südwesten: Gewitter erwartet

Regenwetter
Mit Gummistiefeln geht eine Frau über eine leicht überflutete Straße. © Jens Büttner

Stuttgart (dpa/lsw) - Kräftige Gewitter und Starkregen haben an Pfingsten im Südwesten für Unfälle, vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume gesorgt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte für den Zeitraum bis Sonntagabend gegen 21.00 Uhr vor Unwetter in der Region östlich von Stuttgart bis an die bayerische Grenze. Die Meteorologen erwarten auch in den kommenden Tagen wieder viele Wolken, Schauer und Gewitter.

Auf der Autobahn 81 nahe Horb am Neckar (Kreis Rottweil) schlitterte ein 41-Jähriger am Sonntag mit seinem Wagen über die regennasse Fahrbahn. Er prallte gegen die Mittelschutzplanke und dann gegen eine Verkehrstafel, wie die Polizei am Montag mitteilte. Fahrer und Beifahrer wurden leicht verletzt. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 20.000 Euro.

In Mannheim kam ein 21 Jahre alter Fahrer auf einer nassen Straße ins Schleudern, fuhr gegen ein Verkehrszeichen und dann gegen einen Elektroroller. Ein Beifahrer wurde leicht verletzt. Der Roller wurde zudem auf ein geparktes Auto geschleudert. Es entstand ein Schaden von etwa 40.000 Euro.

Im Kreis Ravensburg haben umgestürzte Bäume Autos beschädigt. In Wangen fiel ein Baum auf einen Campingbus, in Isny wurde ein Auto getroffen. Die Polizei schätzt den Schaden auf insgesamt 75.000 Euro.

Die Polizei Reutlingen zählte am Pfingstsonntag etwa 40 wetterbedingte Einsätze. In Metzingen schlug beispielsweise ein Blitz in das Dach eines Mehrfamilienhauses ein. Die Feuerwehr löschte den Brand. Auf einer Baustelle in Tübingen drehten sich Kranausleger im Wind. Die Kette eines Krans stieß gegen einen tieferliegenden Kran. Ein Metallhaken fiel etwa 25 Meter in die Tiefe und landete auf einem Fahrzeug. Verletzt wurde niemand. Zudem liefen in Haigerloch (Zollernalbkreis) bereits am Morgen etliche Keller voll.

Im Enzkreis zählte die Polizei am Sonntagnachmittag 14 wetterbedingte Einsätze, wie die Polizei mitteilte. Schmutz und Geröll sei herangespült worden, Bäume seien auf die Straße gefallen. Auf der Autobahn 8 seien wegen Aquaplaning Gullideckel aus dem Boden gedrückt worden.