Baden-Württemberg

Vier Verletzte bei Mehrfamilienhausbrand in Karlsruhe

Blaulicht auf Polizei-Fahrzeug
Blaulicht auf einem Polizei-Fahrzeug. Foto: Jens Büttner/ZB/dpa/Archivbild © Jens Büttner

Karlsruhe (dpa/lsw) - Vier Menschen sind durch einen Brand in einem Mehrfamilienhaus in Karlsruhe verletzt worden. Bei dem Feuer im Stadtteil Oberreut entzündeten sich mehrere übereinanderliegende Balkone, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Flammen breiteten sich von der Terrasse einer Erdgeschosswohnung auf weitere Stockwerke aus.

Drei Menschen wurden am Montagabend durch Rauchgas leicht verletzt. Einer davon sowie ein Feuerwehrmann erlitten zusätzlich leichte Verletzungen an der Hand. Alle wurden vom Rettungsdienst ambulant versorgt. Nach der Räumung des Gebäudes kamen die Bewohner und Bewohnerinnen zunächst im Foyer einer nahegelegenen Firma unter. Ein Teil des Hauses ist vorerst nicht mehr bewohnbar, die Betroffenen kamen bei Verwandten und Bekannten unter, hieß es.

Während des Löscharbeiten leistete ein 46 Jahre alter Bewohner Widerstand. Er weigerte sich, seine Wohnungsschlüssel herauszurücken, obwohl das Betreten der Wohnung für die Feuerwehr erforderlich war. Als die hinzugerufene Polizei dem Mann die Schlüssel abnahm, wehrte sich dieser erneut und wurde daraufhin von mehreren Beamten zu Boden gebracht. Verletzt wurde dabei niemand. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Der Schaden beläuft sich auf etwa 100 000 Euro. Grund für den Brand war ein technischer Defekt an einer Außensteckdose der im Erdgeschoss gelegenen Wohnung, wie die Polizei mitteilte. Das ergaben die ersten Untersuchungen der Brandermittler der Kriminalpolizei. Hinweise auf eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandlegung gebe es nicht.