Baden-Württemberg

Vorstand Leki: Neue Variante bei Verteilung der TV-Gelder

Freiburgs Finanzvorstand Oliver Leki
Freiburgs Finanzvorstand Oliver Leki wartet auf den Anpfiff. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild © Patrick Seeger

Freiburg (dpa) - Finanzvorstand Oliver Leki vom SC Freiburg hat in der Diskussion um die Verteilung der Einnahmen aus dem Verkauf der Fernsehrechte an der Fußball-Bundesliga eine neue Variante ins Spiel gebracht. Künftig solle «das Verhältnis von sportlichem Erfolg zu finanziellem Einsatz honoriert» werden, sagte er in einem Interview mit dem «Kicker» (Montag).

«Ein Beispiel: Wenn zwei Klubs auf Rang 8 und 9 landen, der Neunte aber nur die Hälfte des Etats des Achten zur Verfügung hatte, finde ich dieses Ergebnis hoch anerkennenswert», erläuterte der 47-Jährige. Dies würde dem Anreiz zur Überinvestition entgegenwirken, «was wiederum zur wirtschaftlichen Stabilität beiträgt».

Von einer Gleichverteilung der Gelder halte er nichts, betonte er, «weil das dem Leistungsgedanken im professionellen Sport völlig zuwiderläuft. Der sportliche Erfolg, der sich nun mal im Tabellenplatz ausdrückt, sollte weiter im Vordergrund stehen.»

In derselben Ausgabe des «Kicker» sprach sich DFL-Geschäftsführer Christian Seifert ebenfalls gegen eine Umverteilung der TV-Einnahmen aus, um den Titelkampf wieder offener werden zu lassen. «Ich halte es für eine Illusion, dass eine vollständige Gleichverteilung der nationalen Medienerlöse der Schlüssel für einen spannenderen Titelkampf ist», sagte der Chef der Deutschen Fußball Liga.

Seit der Vergabe der TV-Rechte im Juni wird über eine Änderung des bisherigen Verteilungsmodus. Für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 in der Bundesliga und der 2. Bundesliga wurden insgesamt 4,4 Milliarden Euro und damit rund 240 Millionen Euro weniger als in dem aktuellen bis Juni 2021 laufenden TV-Vertrag erlöst.