Baden-Württemberg

Wüstenrot & Württembergische mit Gewinneinbruch

Der Hauptsitz der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG)
Der Hauptsitz der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG). Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © Marijan Murat

Ludwigsburg (dpa/lsw) - Der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische hat infolge der Corona-Pandemie einen starken Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Überschuss ging im Jahr 2020 um 15,4 Prozent auf 210,8 Millionen Euro zurück, wie Vorstandschef Jürgen Junker am Mittwoch in Ludwigsburg mitteilte. Der Gewinn wurde unter anderem wegen einer hohen Risikovorsorge für gefährdete Baudarlehen und Versicherungsschäden durch coronabedingte Betriebsausfälle bei Kunden belastet. Das Ergebnis lag aber nur leicht unterhalb der mittelfristigen Zielspanne von 220 bis 250 Millionen Euro.

Das Unternehmen profitierte vom Wunsch der Menschen, sich ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen. Die Baufinanzierung legte um 6,2 Prozent auf 6,69 Milliarden Euro zu. Dafür geriet das Bauspargeschäft ins Stocken. Das Netto-Bauspargeschäft ging von 11,18 auf 10,36 Milliarden Euro zurück, wie Junker mitteilte. Ein Grund sei auch gewesen, dass zahlreiche Kooperationspartner zeitweilig Filialen und Agenturen schließen mussten. Sowohl bei der Schaden- und Unfallversicherung als auch im Bereich der Personenversicherungen legten die Beitragseinnahmen zu.

Der Finanzkonzern beschäftigt aktuell rund 13 000 Mitarbeiter im Innen- und Außendienst. Kurzarbeit oder einen Stellenabbau gab es im vergangenen Jahr nicht. Der Vorstand schlägt für die Aktionäre des Unternehmens eine Dividende von 65 Cent je Anteilsschein vor. Das Unternehmen kündigte zugleich an, seine bisherige Digitalmarke «Adam Riese» zu einer Direktmarke ausbauen zu wollen. Eine konkrete Gewinnprognose für das laufende Jahr wagte der Konzern nicht. Vorstandschef Junker verwies auf die Unsicherheit im Zuge der Corona-Pandemie.

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