Baden-Württemberg

Walker: Wegen Klimawandel auf häufige Unwetter vorbereiten

Thekla Walker
Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker in Stuttgart. Foto: Bernd Weissbrod/dpa/archivbild © Bernd Weissbrod

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Gewitter, Stürme und Überschwemmungen der vergangenen Tage sind nach Überzeugung der baden-württembergischen Umweltministerin eine Folge des Klimawandels. «Die Unwetter mahnen uns, unsere Anstrengungen beim Klimaschutz zu erhöhen», sagte Thekla Walker (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. «Und sie erinnern uns daran, dass wir uns darauf vorbereiten müssen, dass es künftig verstärkt zu Starkregen- und Hochwasserereignissen kommen kann. Auch am eigenen Wohnort», mahnte sie.

Walker rief die Kommunen auf, die extremen Wetterlagen im Blick zu haben und sich vorzubereiten. Für die Hochwasser an Flüssen lägen Hochwassergefahrenkarten vor, mit denen sich die Kommunen ausmalen könnten, wie wahrscheinlich und wie stark sich verheerende Hochwasserereignisse in ihrer Region ereignen könnten. Außerdem lasse sich dort ablesen, wie hoch die zu erwartenden Schäden ausfallen könnten.

Nach Angaben des Landesumweltministeriums sind bislang 51 kommunale Starkregenkonzepte - unter anderem Dämme, Risikoanalysen und Umleitungen von Gewässern - fertiggestellt, für weitere 163 seien die Fördermittel bewilligt. Acht Programme seien beantragt. Für den Hochwasserschutz an landeseigenen Gewässern stellt das Land in diesem Jahr rund 83,5 Millionen Euro bereit.

In den vergangenen Tagen waren wiederholt Unwetter über Baden-Württemberg hinweggezogen und hatten hohen Schaden verursacht. In der Nacht zum Dienstag etwa stürzten Bäume um, Straßen wurden überflutet und Keller liefen voll. Landesweit waren nach Angaben des Innenministeriums rund 4000 Einsatzkräfte im Einsatz, bei der Polizei im Land gingen rund 1100 Notrufe ein. Besonders betroffen von dem Unwetter waren demnach der Großraum Stuttgart und die Kreise Reutlingen und Calw.

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