Baden-Württemberg

Wegen Pandemie: Ulmer Zöllner finden mehr Drogen in der Post

Zoll
Ein Beamter trägt während seines Dienstes eine Schutzweste mit der Rückenaufschrift "Zoll". Foto: Markus Scholz/dpa/Symbolbild © Markus Scholz

Ulm (dpa) - Wegen der Corona-Pandemie haben die Mitarbeiter vom Hauptzollamt Ulm im vergangenen Jahr deutlich mehr Drogen in Postsendungen gefunden als in den Jahren zuvor. Rund 370 Sendungen mit Drogen und anderen Betäubungsmitteln haben sie aus dem Verkehr gezogen, wie ein Sprecher am Montag in Ulm mitteilte. In den Jahren 2019 und 2018 zusammen waren es rund 300 vergleichbare Fälle.

«Wenn verbotene Waren wegen der Reisebeschränkungen in der Pandemie nicht persönlich im Ausland geholt werden können, dann kommen sie halt mit der Post», sagte der Leiter des Ulmer Zolls, Rainer Bühler, laut einer Mitteilung.

Auch in diesem Jahr werden viele Drogen per Post verschickt: Bis zur Jahresmitte zählte der Ulmer Zoll bereits mehr als 300 Drogenpakete. Die meisten Sendungen mit strafbaren Inhalten kamen demnach aus dem EU-Ausland.

Auch beim gewerblichen Warenverkehr generell zeigen sich die Auswirkungen der Pandemie. So stieg die Zahl der beim Zoll verzeichneten Exporte auf mehr als acht Millionen Sendungen, die der Importe fiel dagegen um rund 728.000 auf rund 3,45 Millionen Sendungen.

Zudem zogen die Zollbeamten im vergangenen 17 Kilogramm Drogen, rund 267.000 geschmuggelte Zigaretten sowie 58 illegale Waffen und Waffenteile aus dem Verkehr.

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