Baden-Württemberg

Weltkriegsbomben in Baden-Baden erfolgreich entschärft

Bombenentschärfung in Baden-Baden
Drei entschärfte, 250 Kilogramm schwere Bomben liegen in einer Grünanlage. Foto: Uli Deck/dpa © Uli Deck

Baden-Baden (dpa/lsw) - Drei US-Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg sind in Baden-Baden entschärft worden. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdiensts machten die Sprengkörper am Sonntagvormittag unschädlich, wie die Polizei mitteilte. An dem Einsatz waren 600 Menschen beteiligt, von Polizei, der Stadt sowie Rettungs- und Hilfsdiensten. «Wir haben es geschafft!», betonte Bürgermeister Roland Kaiser.

Vor der Entschärfung mussten alle Gebäude in der Nähe evakuiert werden. Davon waren nach Angaben der Stadt rund 1200 Menschen betroffen. Die Evakuierung verlief Polizeiangaben zufolge ohne Probleme. Die Polizisten trafen am Morgen noch 30 Menschen an, die das Gebiet noch nicht verlassen hatten, sich aber auf den Weg machten. 13 Menschen kamen in Schulen unter. Zudem wurde der Verkehr auf der Bundesstraße 500 gesperrt. Nach dem Einsatz konnten die Menschen wieder in ihre Wohnungen zurück.

Die jeweils 250 Kilogramm schweren Sprengkörper lagen in einem Gebiet, über dem US-Amerikaner während des Krieges Fliegerbomben abgeworfen hatten. Wegen bevorstehender Bodenarbeiten hatte die Stadt das Areal vorsichtshalber auf Blindgänger untersuchen lassen. Dabei waren vier «kritische Punkte» festgestellt worden, die eine Spezialfirma nach und nach freigelegt hatte. An einer Stelle fanden die Experten jedoch statt einer Bombe nur ein Stahlrohr, das wohl einst an eine Pumpe angeschlossen war.

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