Baden-Württemberg

Weniger Jugendliche müssen nach Alkoholkonsum in Krankenhaus

Ein junger Mann trinkt ein Bier
Ein junger Mann trinkt ein Bier. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild © Julian Stratenschulte

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Zahl der jungen Menschen in Baden-Württemberg, die nach Alkoholkonsum ins Krankenhaus mussten, ist im Jahr 2018 zurückgegangen. Rund 2500 Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren kamen für mindestens einen Tag und eine Nacht ins Krankenhaus, nachdem sie Alkohol getrunken hatten, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Im Vorjahr habe es mehr als 2700 alkoholbedingte Behandlungen gegeben.

Damit setzte sich 2018 ein Rückgang fort, der zumindest tendenziell seit 2010 zu beobachten sei, hieß es. Nur im Jahr 2016 sei die Zahl leicht gestiegen, 2017 gab es nur einen Rückgang unter männlichen Jugendlichen. Im Jahr 2009 waren noch mehr als 4000 junge Baden-Württemberger nach Alkoholkonsum ins Krankenhaus gekommen.

Ursache für die Behandlungen sind dem Statistikamt zufolge meist akute Rauschzustände. 2018 entfielen rund 1460 Behandlungen auf männliche Jugendliche, in 1050 Fällen auf weibliche. Besonders viele junge Menschen, die alkoholisiert ins Krankenhaus mussten, kamen aus den Landkreisen Freudenstadt und Sigmaringen: Wie das Landesamt mitteilte, gab es dort mit 60 beziehungsweise 57 Fällen je 10 000 Jugendlichen deutlich mehr alkoholbedingte Krankenhausaufenthalte als im Landesdurchschnitt (32 Fälle pro 10 000 Jugendliche).