Baden-Württemberg

Wichtige Corona-Zahl knapp unter Grenzwert

Corona-Schnelltest
Medizinisch geschultes Personal führt einen Corona-Schnelltest durch. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Symbolbild © Kay Nietfeld

Stuttgart (dpa/lsw) - Die steigende Zahl der Covid-19-Patienten und -Patientinnen auf Intensivstationen in Baden-Württemberg nähert sich der Marke von 250, die für härtere Gegenmaßnahmen entscheidend ist. Am Mittwoch (Stand 16.00 Uhr) waren es 242 Fälle, 8 mehr als am Vortag. Wird der Wert von 250 an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten, ruft Baden-Württemberg die sogenannte Warnstufe mit strengeren Regeln vor allem für Ungeimpfte aus.

Beispielsweise würden dann wieder Kontaktbeschränkungen gelten: Ein Haushalt dürfte sich nur noch mit fünf weiteren Personen treffen. Ausgenommen davon wären Genesene und Geimpfte, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Menschen, die sich zum Beispiel aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Zudem müssten Menschen, die weder gegen das Virus geimpft noch von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, in vielen Bereichen negative PCR-Tests vorweisen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz stieg ebenfalls und lag am Mittwoch bei 4,2 nach 3,9 am Vortag. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Liegt sie an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen bei 8,0 oder darüber, ist das ebenfalls ein Kriterium für die Corona-Warnstufe.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die noch schärfere Alarmstufe wird ausgerufen, wenn die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge den Wert von 12,0 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen bei 390 oder mehr liegt. Samstage gelten dabei nicht als Werktag, auch Sonn- und Feiertage werden nicht berücksichtigt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg legte ebenfalls zu und erreichte am Mittwoch den Wert von 161,3 (Vortag: 148,4). Diese Zahl gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 4584 auf 623.946. Im Zusammenhang mit dem Virus starben 10.957 Menschen im Südwesten, 23 mehr als am Vortag.

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