Baden-Württemberg

Wie der Winterdienst mit Salzlösung gegen Straßenglätte kämpft

Glätte
Autos fahren an einer mit Raureif bedeckten Wiese vorbei. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa/lsw) - Der Winterdienst in Baden-Württemberg sieht sich gerüstet für die kalte Jahreszeit. So lagern mehr als 190 000 Tonnen Streusalz in den Hallen und Silos der Straßen- und Autobahnmeistereien, wie eine Sprecherin des Verkehrsministeriums in Stuttgart mitteilte. In den Meistereien stehen demnach auch große Tanks, in denen sich jeweils 40 000 Liter flüssige Salzlösung befinden. Mit der sogenannten Sole können die Frauen und Männer der Straßendienste nicht nur effizient gegen Straßenglätte vorgehen. Nach Angaben von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) dient der sparsame Umgang mit Salz auch dem Schutz der Umwelt.

Die Salzlösung wirke deutlich länger auf dem Asphalt als das herkömmliche Streusalz, das erst bei tiefen Temperaturen, Schneefall oder Eisregen zum Einsatz kommt, heißt es aus dem Ministerium. Für das vorbeugende Streuen werde mittlerweile verstärkt auf flüssige Salzlösungen zurückgegriffen. Die Sole wird bei Temperaturen knapp unter den Gefrierpunkt gesprüht und nicht gestreut.

Insgesamt sind in Straßen- und Autobahnmeistereien etwa 2000 Straßenwärter beschäftigt, die auch im Winterdienst eingesetzt werden. Bei Schnee und Glätte sind sie im Südwesten für etwa 1050 Kilometer Bundesautobahn und 26 000 Bundes-, Landes- und Kreisstraßen zuständig. Bei einem Wintereinbruch können die Straßenwärter den verschneiten Asphalt mit etwa 500 Fahrzeugen räumen.