Baden-Württemberg

Wieder Protest im Südwesten gegen Corona-Maßnahmen

Proteste gegen Corona-Maßnahmen
Mehrere hundert Demonstranten stehen auf dem Marienplatz in Ravensburg zusammen. Foto: Felix Kästle/dpa © Felix Kästle

Stuttgart (dpa/lsw) - Im Südwesten haben wieder zahlreiche Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Allein in Wangen im Allgäu hätten sich am Montag rund 1000 Menschen versammelt, die Veranstaltung sei nicht angemeldet gewesen, berichtete eine Polizeisprecherin am Abend in Ravensburg. Bei den - meist unangemeldeten Treffen - in der Region habe es zunächst keine besonderen Zwischenfälle gegeben.

Seit Wochen gehen Gegner der Corona-Politik vielerorts auf die Straße. Nicht immer kündigen sie die Demonstrationen an. Treffen gab es auch in Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis) und in Heidelberg, wie die Polizei in Mannheim berichtete.

Eine angemeldete Veranstaltung zum Thema «Solidarität in der Pandemie» sei in Mannheim ohne besondere Vorkommnisse verlaufen, so ein Sprecher der Polizei. Bis zu 600 Teilnehmer hätten eine Menschenkette gebildet. Eine ebenfalls angemeldete Versammlung zum Thema «Solidarität mit Notdiensten und Pflegekräften» mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Heidelberg sei ebenfalls störungsfrei verlaufen.

Rund 2500 Personen hätten insgesamt in Mannheim, Heidelberg und zahlreichen Städten und Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen demonstriert. Die Versammlungen seien geplant, im Internet beworben und «teilweise sogar bei den jeweils zuständigen Versammlungsbehörden angemeldet worden», hieß es. Im Wesentlichen seien sie störungsfrei verlaufen Ein Polizeisprecher in Reutlingen berichtete von Versammlungen in rund 40 Orten der Region. In Balingen trafen sich demnach mehrere Hundert Menschen. Besondere Vorfälle habe es nicht gegeben, sagte der Sprecher. Die Stadt Freiburg im Breisgau hatte in der vergangenen Woche nach früheren Angaben eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen, nach der mit «sofortiger Wirkung» derartige Veranstaltungen untersagt werden, sofern sie nicht angemeldet wurden. Ähnliche Verbote sind auch aus anderen Städten des Landes bekannt.

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