Baden-Württemberg

Wirtschaftsministerin erleichtert wegen Handelsabkommen

Nicole Hoffmeister-Kraut  (CDU)
Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg, spricht. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © Marijan Murat

Stuttgart (dpa/lsw) - Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat sich erleichtert über den Abschluss eines Handelsabkommens zwischen EU und Großbritannien gezeigt. Das Vereinigte Königreich sei einer der wichtigsten Handelspartner für Baden-Württemberg und daran habe auch der Brexit nichts geändert, betonte die CDU-Politikerin am Sonntag. Deshalb sei der Pakt für die Südwest-Wirtschaft von immenser Bedeutung. «In dieser ohnehin herausfordernden Zeit bietet das Abkommen für die Unternehmen ein notwendiges Maß an Planungssicherheit und garantiert verlässliche und faire Wettbewerbsregeln.» Wäre das Abkommen nicht zustande gekommen, hätte das erhebliche Konsequenzen für die Wirtschaft im Südwesten gehabt. Für Unternehmen bedeute das Abkommen konkret, dass der Handel mit Großbritannien zwar bürokratischer werde, Exporte aber weiterhin zollfrei möglich seien. Außerdem können durch das Abkommen Einschnitte beim Güter- und Luftverkehr abgewendet und durch Sanktionsmechanismen unfaire Wettbewerbspraktiken verhindert werden, wie Hoffmeister-Kraut weiter mitteilte. Das gelte auch für die Einhaltung von Mindeststandards im Arbeits- und Umweltrecht.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes exportierte Baden-Württemberg im Jahr 2018 Waren im Wert von 10,1 Milliarden Euro in das Vereinigte Königreich. Umgekehrt wurden 2018 Güter mit einem Warenwert von 3,8 Milliarden Euro aus Großbritannien in den Südwesten importiert.

London und Brüssel hatten am Heiligabend einen Durchbruch bei den Gesprächen über einen gemeinsamen Handelspakt für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase verkündet. Mit dem Jahreswechsel verlässt das Vereinigte Königreich endgültig die Strukturen der Europäischen Union nach fast 40 Jahren Mitgliedschaft.