Baden-Württemberg

Z wie Zacke: Rekordhalterin auf Rädern

Die Zahnradbahn fährt in der Stuttgarter Innenstadt
Die Zahnradbahn fährt in der Stuttgarter Innenstadt. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © Marijan Murat

Stuttgart (dpa/lsw) - Und sie fährt und fährt und fährt: Die Zacke ,wie sie die Stuttgarter liebevoll nennen, ist eine Rekordhalterin auf Rädern. Die Zahnradbahn gehört zu den vier letzten ihrer Art in Deutschland - neben der Drachenfels-, der Zugspitz- und der Wendelsteinbahn. Als einzige dient sie nach Angaben der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) dem Alltagsbetrieb einer Großstadt. Weit mehr als 130 Jahre hat die Zacke unter den Zahnrädern - und macht dabei mit ihrem Nostalgie-Flair immer noch einen frischen Eindruck.

Einst diente die Verbindung vor allem als «Arbeiterbahn» von den Filderorten in die «Residenz». Feldfrüchte und Milchkannen wurden damit zum Markt gebracht, Baustoffe ebenso. Heute wird sie laut SSB von etwa 3000 Menschen pro Tag benutzt, darunter Touristen und Radler, die sich um den steilen Anstieg drücken wollen.

Die Technik der «Zacke» ist laut Stuttgarter Straßenbahnen AG die gleiche wie am Ende des 19. Jahrhunderts. Vom Marienplatz im Süden Stuttgarts ackert sich die Zacke bei einer Steigung von bis zu 17,8 Prozent in den Stadtteil Degerloch hinauf und schiebt dabei einen Fahrradwagen vor sich her. Dabei sind die Bahnen immer auf einer einzigen Spur unterwegs. Nur in der Mitte teilt sie sich, und die zwei Bahnen fahren für ein kurzes Rendezvous aneinander vorbei.