Baden-Württemberg

Zahlreiche Glatteisunfälle in Baden-Württemberg

Leuchtschrift "Unfall"
Die Leuchtschrift «Unfall» ist auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei zu sehen. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © Carsten Rehder

Heilbronn (dpa/lsw) - Schnee und glatte Straßen haben in Baden-Württemberg für zahlreiche Unfälle gesorgt. Knapp 90 Unfälle meldete am Dienstagmorgen die Einsatzzentrale der Polizei in Heilbronn. Neun Personen wurden bei den Unfällen in der Zeit von Montagnachmittag bis in die Nacht leicht verletzt.

Das Polizeipräsidium Mannheim registrierte 39 witterungsbedingte Unfälle. «Das Gros der Unfälle verlief glimpflich und es blieb bei Blechschäden», hieß es am Dienstag. Sechs Personen wurden leicht verletzt. Wegen extremer Glätte sei die Bundesstraße 36 bei Mannheim-Rheinau kurzfristig gesperrt worden. Nach einem Crash zwischen der Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg und dem Walldorfer Kreuz musste außerdem die A 6 in Richtung Mannheim teilweise komplett gesperrt werden, nachdem ein 20 Jahre alter Mann am frühen Morgen in eine Leitplanke gekracht war. Der Autofahrer blieb unverletzt, wie es von der Polizei heißt. Nach dem Unfall hatte sich zeitweise ein Stau von gebildet, der zeitweise bis zu drei Kilometern lang war.

Für die winterlichen Straßenverhältnisse zu schnell gefahren ist bereits am Montagabend ein 19-Jähriger auf der Autobahn 6. Er kam bei Kirchardt (Landkreis Heilbronn) von der Straße ab, überschlug sich mehrfach und wurde schwer verletzt. Ein Wagen mit Sommerreifen geriet am Montagabend auf der A5 bei Offenburg ins Schleudern und krachte in eine Betonwand. Ein nachfolgender Autofahrer fuhr laut Polizei auf den ersten Wagen auf und verletzte sich leicht.

Ein spektakulärer Unfall mit einem Sattelschlepper hatte sich kurz zuvor in der Nähe von Künzelsau ereignet. Der Laster war bei Glätte von der B 19 abgekommen, fuhr zeitweise im Straßengraben weiter und kippte nach knapp 50 Metern Fahrt zur Seite. Die Polizei bezifferte die Höhe des Schadens mit etwa 160 000 Euro. Auch geladene Lebensmitteln seien bei dem Unfall am Montag beschädigt worden. Um den umgestürzten Truck zu bergen, war den Angaben zufolge ein Kran nötig. Die Bundesstraße musste komplett gesperrt werden.

Der Deutsche Wetterdienst warnte in Baden-Württemberg weiterhin vor Glätte. In der Nacht auf Mittwoch rechnen die Meteorologen mit bis zu fünf Zentimeter Neuschnee. In Teilen Oberschwabens und im Bergland werden bis zu 10 Zentimeter, in Staulagen 15 Zentimeter in 24 Stunden erwartet. Die Höchstwerte am Mittwoch liegen bei minus neun Grad im Nordosten bis zwei Grad im Süden.

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