Baden-Württemberg

Zeiss will künftig Tarifbindung für alle Beschäftigten

Carl Zeiss Meditec
Am Werk der Zeiss Meditec AG hängt das Firmenlogo von Zeiss. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild © Stefan Puchner

Oberkochen/Stuttgart (dpa) - Der Optikkonzern Zeiss will alle Beschäftigten an seinen deutschen Standorten, für die bislang keine Tarifbindung gilt, künftig nach Tarif bezahlen. Davon sollen mehrere Hundert Beschäftigte in ganz Deutschland profitieren, wie ein Sprecher der IG Metall Baden-Württemberg am Mittwoch mitteilte.

Ein gemeinsam von Zeiss und IG Metall unterzeichnetes Eckpunktepapier sieht demnach vor, alle Beschäftigten in Deutschland über die jeweiligen regionalen Flächentarifverträge der Metall- und Elektroindustrie einzubinden. Zudem soll es künftig Sonderregelungen geben, um die Arbeitszeit und Vergütung für Beschäftigte flexibler zu gestalten. Details und die genaue Ausgestaltung sollen in den kommenden Monaten erarbeitet werden, hieß es vom Unternehmen.

Das Eckpunktepapier enthalte neben der Tarifbindung einige weitere Weichenstellungen in Bezug auf Flexibilisierung und Anpassungsmöglichkeiten, die für das zukünftige Wachstum der Zeiss-Gruppe sehr hilfreich sein würden, teilte Personalchef Franz Donner mit.

Der für die Verhandlungen zuständige Gewerkschafter Kai Burmeister von der IG Metall sagte, in Zeiten zurückgehender Tarifbindung sei das Bekenntnis von Zeiss zur Tarifbindung ein wichtiges und richtiges Zeichen einer funktionierenden und gelebten Sozialpartnerschaft.

Der Konzern mit Sitz im schwäbischen Oberkochen hat rund 13 500 Beschäftige in Deutschland. Weltweit arbeiten rund 34 000 Menschen bei dem Hersteller von Optikprodukten.

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