Baden-Württemberg

Zeitplan für Öffnung von Kitas und Grundschulen zu knapp

Ein Kind spielt in einem Kindergarten auf dem Boden
Ein Kind spielt in einem Kindergarten auf dem Boden. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © Monika Skolimowska

Stuttgart (dpa/lsw) - Für eine Öffnung von Kitas und Grundschulen vom kommenden Montag an bleibt nach Einschätzung des Städtetags Baden-Württemberg nicht genug Zeit. «Ein Vorlauf von einer Arbeitswoche wäre gut», sagte eine Sprecherin am Mittwoch. «Aber das ist bis Montag jetzt halt nicht mehr machbar.»

Zwar müsse eine Öffnung eine hohe Priorität haben, weil Kinder in der Gemeinschaft lernten und sich auch gemeinsam entwickelten. Außerdem leide der Kontakt der Kindertageseinrichtung zu den Familien, in denen Jungen und Mädchen kein unbeschwertes Aufwachsen möglich sei. «Gleichwohl sollte eine Öffnung gut planbar und umsetzbar sein», sagte die Sprecherin des Städtetags. «Das geht nicht von heute auf morgen.»

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) wollen eine Entscheidung über die Öffnung am Mittwoch (14.30 Uhr) verkünden. Der Regierungschef hatte bereits am Dienstag durchblicken lassen, dass er es angesichts sinkender Infektionszahlen für verantwortbar hält, Kitas und Grundschulen schrittweise wieder zu öffnen. Kinder unter zehn Jahren seien keine «Treiber» der Pandemie. Allerdings wolle er noch die neuesten Zahlen abwarten, bevor er endgültig entscheide.

Es wird erwartet, dass Eisenmann dann ihr Konzept für die Öffnung vorstellt. Die Gruppen und Klassen sollen halbiert werden. In den Grundschulen gilt keine Präsenzpflicht.

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