Baden-Württemberg

Zu wenig Impfwillige in Baden-Württemberg: Gesundheitsminister lädt zum Gipfel

Impfnachweise
Ein Smartphone, auf dem die App CovPass läuft, liegt auf einem Impfpass. Foto: Stefan Puchner/dpa/Illustration © Stefan Puchner

Stuttgart (dpa/lsw) - Mit einem Gipfel will das Sozialministerium die lahmende Impfbereitschaft in Baden-Württemberg wieder ankurbeln. Es gebe zurzeit zwar genug Impfstoff, aber zu viele Unentschlossene, schrieb Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) in der Einladung zu dem digitalen Treffen. An diesem Freitag will er deswegen unter anderem mit Vertretern von Kommunen, Ärzte-, Industrie- und Handwerksverbänden diskutieren, wie diese Menschen erreicht werden können. Es sei unter anderem eine landesweite Aktionswoche geplant.

In Baden-Württemberg gelten nach Angaben des Sozialministeriums 43,3 Prozent der Bevölkerung als vollständig geimpft (Stand Mittwoch). Mehr als 55 Prozent haben eine Impfung erhalten. Zuletzt hatte es immer wieder Berichte über eine stockende Impfbereitschaft und ungenutzte Impftermine gegeben.

Die SPD fordert deswegen, Impfstoffe mit mobilen Impfteams gezielter zu verteilen. «Noch vor den Sommerferien braucht es mobile Impfteams an allen Berufsschulen des Landes. Auch an Hochschulen, vor Shopping-Outlets und in den Quartieren muss verstärkt direkt geimpft werden», sagte SPD-Landes- und Fraktionschef Andreas Stoch am Donnerstag zur Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Am Wochenenden brauche es Impfangebote speziell für Berufstätige, die nicht in der Nähe eine Impfzentrums leben.