VfB Stuttgart

Bittere 1:2-Niederlage im Breisgau: Der VfB verliert gegen den SC Freiburg

Fußball Bundesliga  SC Freiburg vs. VfB Stuttgart
Waldemar Anton (links) und der VfB Stuttgart mühten sich gegen den SC Freiburg erfolglos ab: Am Ende stand eine 1:2-Niederlage zu Buche. © Pressefoto Baumann

Wie schon in der Hinrunde muss sich der VfB Stuttgart dem SC Freiburg in der Bundesliga geschlagen geben: Im Schwarzwaldstadion verloren die Schwaben bei kühlem und verregneten Wetter mit 1:2. Trotz spielerischer Überlegenheit in Halbzeit zwei und zahlreichen guten Torchancen konnte der VfB die Niederlage im Breigau nicht abwenden. Silas Wamangituka brachte die Schwaben in Führung (7.), Ermedin Emirovic (14.) und Wooyeong Jeong (38.) drehten die Partie zugunsten der Freiburger. Nicolas Gonzalez verschoss kurz vor der Pause einen Strafstoß (45.).

Turbulente Anfangsphase im Schwarzwaldstadion

Der VfB legte einen Start nach Maß hin. Bereits in der 7. Spielminute tankte sich Silas Wamangituka über die linke Seite in den Strafraum und legte mustergültig auf Daniel Didavi ab. Der Routinier scheiterte mit seinem Linksschuss an SC-Keeper Müller, den Abpraller brachte Wamangituka im rechten Toreck unter – der Linienrichter hob aber zunächst die Fahne.

Der Videoassistent schaute sich die Szene nochmal an und entschied auf Tor, die frühe Führung für den VfB. Doch die Hausherren ließen sich nicht lange unterkriegen, nach einem Konter erzielte Stürmer Ermedin Demirovic den Ausgleich (14. Minute). In den folgenden Minuten beruhigte sich das Spiel ein wenig, viele lange Bälle und harte Zweikämpfe im Mittelfeld dominierten das Spielgeschehen.

Freiburg übernimmt die Spielkontrolle

Nach rund 25 Minuten übernahmen die Freiburger die Kontrolle über die Partie, Jeong und Schmid hätten für den Sportclub auf Führung stellen können. Nach einem kolossalen Stellungsfehler von Pascal Stenzel war es dann soweit: Wooyeong Jeong lief allein auf VfB-Torhüter Gregor Kobel zu und sorgte für die verdiente 2:1-Führung.

Kurz vor der Pause gab es den nächsten Nackenschlag für den VfB: Silas Wamangituka wurde im Strafraum von den Beinen geholt, der sonst so sichere Nicolas Gonzalez scheiterte mit einem schwachen Schuss an Florian Müller. Verdiente Pausenführung für den SC.

VfB schaltet einen Gang hoch – Freiburg verteidigt clever

In der zweiten Halbzeit übernahm der VfB die Spielkontrolle. Bereits wenige Sekunden nach Wiederanpfiff kamen die Schwaben durch Gonzalo Castro und Orel Mangala zu einer Doppelchance. Florian Müller im Freiburger Tor verhinderte den Ausgleich. Außer diesen beiden Chancen kamen die Gäste trotz ihrer spielerischen Überlegenheit kaum vors gegnerische Tor. Die Freiburger konzentrierten sich aufs Verteidigen und beließen es bei einzelnen Vorstößen, so öffneten sich kaum Räume für die schnellen Stuttgarter.

Angesichts der drohenden Niederlage ging Trainer Pellegrino Matarazzo volles Risiko: Er wechselte fünfmal in der Offensive, unter anderem kam Erik Thommy zu seinem Comeback nach monatelanger Zwangspause. Der VfB drängte auf das 2:2, warf alles nach vorne und hatte viel Pech in seinen Abschlussaktionen: Sasa Kalajdzic verpasst das Gehäuse mit einem Kopfball knapp (81.), ein Schuss von Thommy klatscht nur gegen den Pfosten, ein Drehschuss von Gonzalez streifte ebenfalls dn Pfosten (90.). Auch die fünf Minuten Nachspielzeit sorgten nicht für den Stuttgarter Ausgleich, der nach der zweiten Halbzeit verdient gewesen wäre.

SC Freiburg - VfB Stuttgart 2:1 (2:1)

Freiburg: Müller - Lienhart, K. Schlotterbeck, Gulde - Schmid (75. Kübler), Haberer (61. Keitel), Höfler, Günter - Jeong (80. Til), Grifo (61. Höler) - Demirovic (80. Petersen)

Stuttgart: Kobel - Stenzel (46. Mavropanos), Anton (84. Klement), Kempf - Coulibaly (84. Thommy), Mangala, Castro (62. Klimowicz), Endo, Wamangituka - Didavi (68. Kalajdzic) - Gonzalez 

Tore: 0:1 Wamangituka (7.), 1:1 Demirovic (14.), 2:1 Jeong (38.)

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Zuschauer: -

Gelbe Karten: Keitel (66.), Schmid (74.)

Besondere Vorkomnisse: Florian Müller hält Foulelfmeter von Nicolas Gonzalez (45.)