Blaulicht

16-Jähriger zwingt S-Bahn zur Schnellbremsung

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Symbolfoto. © Joachim Mogck

Rommelshausen.
Am Dienstagabend hat ein 16-Jähriger den Lokführer einer S-Bahn der Linie S2, kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Rommelshausen, zu einer Schnellbremsung gezwungen. Ersten Ermittlungen zu Folge, fuhr der Lokführer gegen 22.10 Uhr mit etwa 70 km/h durch eine Kurve in den Bahnhof ein und erkannte dabei, wie der Jugendliche die Gleise von Bahnsteig 1 zu Bahnsteig 2 überquerte, und musste eine Gefahrenbremsung einleiten.

Jugendlicher muss mit auf die Wache

Mitarbeiter der Deutschen Bahn beobachteten den Vorfall, hielten den 16-Jährigen fest und übergaben ihn am Bahnhof in Waiblingen einer Streife der Landespolizei. Sie nahmen den in Waiblingen wohnenden Jugendlichen mit auf das Polizeirevier, wo ihn seine erziehungsberechtigte Mutter abholte.

Die Reisenden im Zug wurden durch die Schnellbremsung nach jetzigen Erkenntnissen nicht verletzt. Die Bundespolizei hat nun die Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

Hinweis der Polizei

Aufenthalte im Gleisbereich sind lebensgefährlich. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt (Der Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt bis zu 1.000 Meter). Bahngleise dürfen nur an den hierfür bestimmten Stellen, wie z.B. Über- oder Unterführungen, überquert werden.