Blaulicht

45-Jähriger wegen Brandstiftung verhaftet

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Symbolbild. © Alexander Roth

Backnang. Er sprähte Hakenkreuze an die Wände und versuchte danach, die Wohnung in Brand zu setzen: Die Polizei hat am Mittwoch einen 45-jährigen griechischen Staatsbürger verhaftet.

Ein zunächst unbekannter Täter verschaffte sich zwischen dem 17. und 18. Januar 2019 im Seehofweg in Backnang über eine aufgebrochene Balkontüre Zutritt in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses. Er besprühte Wände sowohl im Innen- als auch im Außenbereich des Hauses mit Farbe. Die Farbschmierereien an den Wänden beinhalteten sowohl Beleidigungen als auch Hakenkreuze. Auch Einrichtungsgegenstände wurden mutwillig zerkratzt und Polster aufgeschlitzt. Auch die installierten Feuermelder hatte der Täter außer Betrieb genommen und die Herdplatten in der Küche eingeschalten. Glücklicherweise gerieten aber keine Gegenstände dadurch in Brand.

Wohnungsdurchsuchung führt zu Verhaftung

Nach den ersten kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergab sich gegen einen 45-Jährigen griechischen Staatsbürger aus einem anderen Landkreis ein Tatverdacht. Nachdem gegen diesen auch zwei weitere Strafverfahren im mittelbaren Zusammenhang mit dem geschädigten Wohnungsinhaber bestanden, erwirkte die Staatsanwaltschaft Stuttgart einen Durchsuchungsbeschluss.

Als bei der Wohnungsdurchsuchung am Mittwoch beweiserhebliche Gegenstände gefunden wurden, wurde wegen des dringenden Tatverdachts ein Haftbefehl erlassen. Der Mann wurde noch am selben Tag beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt. Ein Haftrichter setzte den Haftbefehl wegen versuchter schwerer Brandstiftung in Vollzug. Der 45-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen.

Nach den bisherigen Ermittlungserkenntnissen handelt es sich um eine Beziehungstat ohne politischen Hintergrund.