Blaulicht

78-Jährige von Streifenwagen erfasst

Feature Polizei Unfall Polizeiauto
Symbolbild. © Nicole Heidrich

Waiblingen.
Schwere Verletzungen zog sich eine 78 Jahre alte Spaziergängerin bei einem Unfall am Mittwochmittag zu.

Die Frau war gegen 13 Uhr im Bereich des Verbindungsweges in Verlängerung der Esslinger Straße im Gewann Kostesol unterwegs, als sie von einem Zivilwagen der Polizei erfasst wurde, der von einem 23-jährigen Polizeibeamten gefahren wurde. Nach bisherigen Feststellungen schaltete sich der 23-Jährige mit seinem Kollegen in eine aktuell laufende Verfolgungsfahrt einer anderen Streifenbesatzung mit einem flüchtenden Rollerfahrer im Bereich des Schulzentrums in der Steinbeisstraße ein.

Der 23-Jährige war zum Unfallzeitpunkt in Richtung Hegnach unterwegs, während die 78-Jährige ihm auf dem geteerten Weg entgegenkam. Im Bereich einer leichten Rechtskurve kam es dann zum Zusammenstoß, bei dem die Frau schwerverletzt wurde. Die Schwerverletzte wurde durch einen sofort verständigten Notarzt sowie einer Rettungswagenbesatzung vor Ort versorgt und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert. An dem Zivilfahrzeug entstand ein Sachschaden von etwa 3 000 Euro.

Der Verkehrsunfallaufnahmedienst des Verkehrskommissariats Backnang hat die Ermittlungen, insbesondere zum genauen Unfallhergang, aufgenommen. In Zusammenhang mit der erwähnten Verfolgungsfahrt sucht das Polizeirevier Waiblingen Hinweise auf einen schwarzen Motorroller mit Versicherungskennzeichen. Dessen Fahrer, der einen schwarzen Helm trug und dunkel bekleidet war, entzog sich kurz vor 13 Uhr einer Streifenbesatzung des Waiblinger Reviers im Bereich der Westumfahrung einer routinemäßig beabsichtigten Verkehrskontrolle. Der Fahrer entfernte sich dabei mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Schmidener Straße bzw. Schulzentrum Steinbeisstraße, wo er letztlich aus den Augen verloren wurde.

Das Polizeirevier sucht unter Telefon 07151/950-422 Zeugen, die den Roller während der Verfolgung beobachten konnten oder Hinweise auf selbigen oder dessen Fahrer geben können.