Blaulicht

86-Jährige um 14 000 Euro betrogen

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Betrüger werden nicht müde, vor allem alte Menschen um ihr Geld zu bringen (Symbolbild). © Pixabay.com (CC0 Creative Common

Rems-Murr-Kreis. In den vergangenen Tagen ist es laut Polizei wieder vermehrt zu Betrugsversuchen am Telefon gekommen. Die Täter gehen dabei mit enormer Dreistigkeit vor, schreibt die Polizei: Per Enkeltrick, Schockanruf, als falsche Polizisten oder  als vermeintliche Servicemitarbeiter versuchten die Betrüger an das Geld, die Wertsachen oder die Bankverbindung ihrer Opfer zu gelangen. Eine 86-Jährige wurde um 14 000 Euro erleichtert.

Telefonisch nehmen die Betrüger zu ihren meist älteren Opfern Kontakt auf. Je nach Masche wird den arglosen Opfern vorgespielt, als Enkelkind dringend Geld zu benötigen, oder als Polizist das Bargeld und die Wertsachen vor Betrügern in Sicherheit bringen zu wollen. Teils werden die Angerufenen auch mit Horrorbotschaften aus der Reserve gelockt: Unfälle, medizinische Notfälle oder ähnliches, von dem Angehöre betroffen sein sollen. Verbunden natürlich mit der Aufforderung, Geld für die ärztliche Hilfe zur Verfügung zu stellen. Auch stellen sich manche Betrüger als Servicemitarbeiter bekannter Unternehmen vor. Das soll die Opfer in Sicherheit wiegen.

Tausende Euro abgehoben und Unbekanntem übergeben

Leider, schreibt die Polizei, hatten Betrüger erst am Mittwoch in Schorndorf mit einer solchen Masche wieder Erfolg. Eine 86 Jahre alte Dame wurde von einem Unbekannten angerufen. Die Dame nahm an, es handle sich bei dem Anrufer um einen alten Bekannten. Dieser bat sie im Rahmen eines vermeintlichen Immobiliengeschäfts um Geld, das die Dame bereit war zur Verfügung zu stellen. Sie hob noch am selben Tag 14 000 Euro von ihrem Konto ab und übergab das Geld einem angeblichen Konsulatsmitarbeiter. Dass sie dreisten Betrügern aufgesessen war, wurde der Seniorin erst am Folgetag klar, als sie ihren Bekannten zurückrufen wollte, um sich zu erkundigen, ob der Immobilienkauf geklappt habe.

Die gute Nachricht sei, dass die Bürger bereits sensibilisiert seien und dubiose Anrufe vermehrt der Polizei meldeten, heißt es in der Pressemitteilung. Auch die Berichterstattung in den Medien trage dazu bei, die Bevölkerung zu schützen. Dennoch würden die Betrüger nicht müde, weiter nach Opfern zu suchen, die sie um ihr Hab und Gut bringen können.