Blaulicht

Aufbruch eines Geldautomaten gescheitert

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Alfdorf. In der Nacht zum Freitag haben Panzerknacker versucht, den Geldautomaten der Raiffeisenbank Vordersteinenberg zu öffnen. Der Versuch scheiterte. Ein Zeitungsausträger stellte gegen 5.30 Uhr fest, dass im Vorraum der Bank etwas nicht stimmt und informierte den Vorstand der Raiffeisenbank.

Zunächst hat es nach einer versuchten Sprengung ausgeschaut. Doch inzwischen geht die Kriminalpolizei davon aus, dass es sich um einen mechanischen Versuch handelte, den Automaten zu knacken. Nachdem der Täter mit brachialer Gewalt nichts erreicht hatte, schüttete er eine noch unbekannte Substanz aus. Aufgrund des Geruchs vermutete die Kripo zunächst, dass es sich um eine versuchte Sprengung gehandelt haben könnte. Bundesweit gibt es eine Serie von Geldautomaten-Sprengungen, bei denen die Täter mit Gas arbeiten.

Sachschaden: 20 000 Euro

Wie die Polizei weiter mitteilt, ist der Täter unverrichteter Dinge und folglich ohne Beute geflüchtet. Die näheren Untersuchungen und Spurensicherung dauern derzeit noch an. Am Geldautomat entstand Sachschaden in Höhe von rund 20 000 Euro.

Das Gerät war noch keine drei Jahre alt

Michael Weller, Vorstand der Raiffeisenbank Vordersteinenberg, geht davon aus, dass die Bank einen neuen Geldautomaten benötigt. Solche Automaten kosten rund 15 000 Euro. Das in der Bank in der Salzfeldstraße in Alfdorf-Vordersteinenberg aufgestellte Gerät war noch jüngeren Datums, keine drei Jahre alt, sagte Michael Weller. Und es sei versichert. Er hofft, dass die Bank so bald wie möglich Ersatz beschaffen kann. In der Vergangenheit ist die Raiffeisenbank von Überfällen verschont geblieben. Zwei Versuche, in die Bank einzubrechen, lägen schon viele Jahre zurück.

Erste Attacke dieser Art im Rems-Murr-Kreis

Die Attacke auf den Geldautomaten in Vordersteinenberg ist der erste dieser Art im Rems-Murr-Kreis. Bundesweit ist in diesem Jahr die Zahl der Versuche stark angestiegen. Die Täter kommen oft am frühen Morgen mit PS-starken Limousinen, sprengen die Geldautomaten und sind schnell wieder weg. Wegen ihres Faibles für PS-starke Limousinen wird die Truppe auch „Audi-Bande“ genannt.

160 000 Euro Schaden bei Sprenung un Aschaffenburg

Dieser Tage hat das Landgericht Aschaffenburg zwei Männer zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt, die im Spessart drei Geldautomaten mit Gas gesprengt hatten und Schäden von insgesamt mehr als 160 000 Euro verursacht hatten. Geld erbeuteten sie jedoch keines.

Allein in Nordrhein-Westfalen wurden 2016 bereits 110 Automaten gesprengt

Allein in Nordrhein-Westfalen sind in diesem Jahr fast schon doppelt so viele Geldautomaten gesprengt worden wie im gesamten Jahr 2015. Bis zum 20. Oktober waren es 110 Geldautomaten. Die Aufklärungsquote von 52 auf 25 Prozent mehr als halbiert. Nach Erkenntnissen des Landeskriminalamts stammen die Täter überwiegend aus den Niederlanden. Ein hoher Anteil habe nordafrikanische Wurzeln.

Innenminister gibt Bankenbranche Mitschuld

Der NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) gibt der Bankbranche eine Mitschuld an den Attacken. Während die Geldautomaten in den Benelux-Ländern so gesichert worden seien, dass sich das Risiko dort für Gangster nicht mehr lohne, sei die Einsicht in notwendige Umrüstungen in NRW unterentwickelt. Offenbar sei der Schaden noch nicht so groß wie die Investitionskosten.

Besonders dreist ging Ende September ein Diebestrio auf der Autobahnraststätte Mahlberg-West vor. Die Unbekannten rissen den Automaten einfach aus seiner Verankerung. Dazu nutzten sie ein Seil, das sie am Automaten und an der Anhängerkupplung eines Transporters befestigten. Anschließend luden sie das Diebesgut in den Lastwagen und flüchteten.

43 Fälle im Land

Erst Mitte September hatten zwei Männer in der Innenstadt von Siegburg bei Bonn einen Geldautomaten gesprengt. Landauf, landab haben es Gauner immer häufiger auf Geldautomaten abgesehen. So auch in Baden-Württemberg (siehe Infokasten).

Die kleinste Genobank im Rems-Murr-Kreis

Mit einer Bilanzsumme von rund 34 Millionen Euro ist die Raiba Vordersteinenberg die kleinste Genossenschaftsbank im Rems-Murr-Kreis und gehört zu den Geno-Zwergen im Land und im Bund. Aktuell gebe es keine Gespräche für eine Fusion, sagt Michael Weller. Der Bank sei aber durchaus bewusst, dass die Lage für kleine Genossenschaftsbanken immer schwieriger wird. Über das Land rolle eine Fusionswelle hinweg, deren Ursache zum einen die anhaltende Niedrigzinsphase ist, zum anderen aber die Regulatorik durch die Bankenaufsicht, die kleine Banken einfach überfordere. Die Anforderungen „sind für uns völlig überzogen“, stellt Weller angesichts der fünf Mitarbeiter fest, die die ganzen Papiere abarbeiten müssen.

43 Fälle im Land

Auch in Baden-Württemberg hat die Zahl der Angriffe auf Geldautomaten deutlich zugenommen. In diesem Jahr ist bereits 43-mal versucht worden, ans Geld in den Geräten zu kommen. Weit mehr als in den Vorjahren, teilt das Landeskriminalamt Stuttgart auf Anfrage mit. In 18 Fällen versuchten es die Täter mit Sprengung mit Gas. 15-mal blieb es beim Versuch. Nur dreimal kamen die Täter ans Geld.

In den anderen 25 Fällen wandten die Täter schiere Gewalt an, versuchten den Apparat aufzutrennen und aufzuschneiden. Beliebt ist auch die ganz brachiale Methode: den Geldautomaten aus der Verankerung reißen und abtransportieren.